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Das Rätsel der Neandertaler

 Ausgabe 3 - 2009 - 01.03.2009

Text:  Hans Keller

Über zwei Dinge dürfte sich Charles Darwin im Naturmuseum Winterthur wohl freuen, weilte er denn noch unter uns: über die bunte Torte zu seinem 200. Geburtstag, die direkt neben dem Eingang zur – zweites Geschenk – Neandertaler-Schau in einer Vitrine thront.

In dieser vom Anthropologischen Museum der Uni Zürich konzipierten Schau erfährt man den aktuellsten Stand über die mitnichten völlig erhellte Entwicklung der Neandertaler, von denen erstmals 1856 im gleichnamigen Tal in Deutschland Knochen gefunden wurden. Sie lebten mutmasslich eine ganze Weile neben dem frühen Homo Sapiens, ob sich jedoch die beiden Spezies jemals getroffen haben, ist nicht bewiesen.

Mit Bildern und Texten an eckigen Säulen wird Anschauliches zu Knochenfunden, zu Irrmeinungen und Richtigstellungen über diese uns ähnlichen, aber vom Erbgut her nicht direkt verwandten Homo neandethalensis vermittelt. Der Rätsel bleiben jedoch viele; war der Neandertaler schon künstlerisch tätig, da er Werkzeuge anfertigte? Ein Fund in Israel wiederum, der einem menschlichen Zungenbein ähnelt, lässt vermuten, dass die Neandertaler eine differenzierte Sprache gehabt haben könnten.

Das wohl anrührendste Ausstellungsobjekt ist die büstenartige Nachbildung eines vierjährigen Neandertaler-Kindes, das uns etwas verloren aus graublauen Augen betrachtet und uns trotz sehr natürlicher Nachbildung anschweigt...

Sonderausstellung im Naturmuseum Winterthur
15. Februar bis 26. April 2009, www.natur.winterthur.ch

Bild: Plakat zur Ausstellung, © Naturmuseum Winterthur

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