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Zu schnell für die Hand

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe_10_2014 - 01.10.2014

Text:  Tertia Hager

Mit Tempo 230 servieren Weltklasse-Tennisspieler ihren Aufschlag.

Diese geballte Kraft ist für das Handgelenk zu viel. Tennisspieler wie Stanislas Wawrinka und Novak Djokovic schlagen immer härter auf: Ein Tempo von 230 Stundenkilometern haben inzwischen die meisten beim Service – und ruinieren sich so das Handgelenk. Der amerikanische Handchirurg Richard Berger mahnte schon vor einigen Jahren vor dieser Gefahr, wie «Spiegel» schreibt. Damals wurde errechnet, dass die Hand beim Aufschlag mit einer Geschwindigkeit von 1500 Grad pro Sekunde rotiert – was theoretisch vier komplette Umdrehungen pro Sekunde ergibt. Inzwischen sind es 1800 Grad, was rechnerisch fünf Umdrehungen entspricht.

Das Handgelenk – bestehend aus acht Knochen und zwei Bandsystemen – absorbiert beim Aufschlag sämtliche Kraft, die vom Körper aus kommt. Das sei zu viel, sagt Chirurg Berger. Die Folge: Die Bänder reissen oder lösen sich vom Knochen. Sowohl Djokovic als auch Juan Martín del Potro setzten im letzten Frühling wegen Verletzungen am Handgelenk aus. Berger, der del Potro operierte, stellte dabei mikroskopisch kleine Einrisse fest. Die Spieler seien unglaublich fit und würden ihre Muskeln zu fast übermenschlicher Leistungsfähigkeit stärken, so Berger. Aber: «Die Bänder können da nicht mehr mithalten.»

Foto: mauritius-images.com

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