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Allergie ade

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe_02_2014 - 23.01.2014

Text:  Marion Kaden

Jeder fünfte Schweizer leidet an Heuschnupfen. Für ihn ist der Winter eine wunderbare Zeit. Doch der Frühling und die Zeit des Pollenflugs naht. Allergiker sollten sich jetzt wappnen.

Heuschnupfen (allergische Rhinitis oder Nasenschleimhautentzündung) ist eine der häufigsten allergischen Reaktionen. Gemäss Allergiezentrum Schweiz leiden 15 bis 20 Prozent der Bevölkerung daran. Durch das Auftreffen von Pollen – sie enthalten pathogene, körperfremde Eiweisse – auf Nasenschleimhäute oder Augen reagiert ihr Immunsystem mit übertriebener Gegenwehr. Die Folgen: Juckreiz, Niesattacken, triefende Nase und tränende Augen. Durch das Anschwellen der Nasenschleimhäute sind oft Nasenatmung und Geruchsvermögen beeinträchtigt.

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Betroffene leiden mitunter sehr stark an der heftigen Reaktion ihres Immunsystems. Zudem kann sich die Überreaktion auf Allergene steigern und im Verlauf von mehreren Jahren zu einem sogenannten Etagenwechsel führen. Zum Beispiel kann sich aus dem Heuschnupfen eine spastische Bronchitis oder ein Asthma bronchiale entwickeln.

Das grosse Testen

Um dies zu verhindern (und allgemein den Leidensdruck zu mindern), hat die Schulmedizin einige Behandlungskonzepte parat. Am Anfang steht oft ein IgE-Nachweis (Immunoglobuline der Klasse E). Nach einer Anamnese können zudem Hauttestungen durchgeführt werden. Dabei werden verschiedene Allergene auf die Haut gebracht; Rötungen zeigen an, welche Pollen die individuelle Allergie verursachen.

Hat man festgestellt, auf welche Allergene der Allergiker reagiert, bekommt dieser für die Zeit, die er im Freien verbringt, Medikamente. Zum Beispiel Nasensprays mit Antihistaminika. Diese blockieren die überschiessende Histamin-Ausschüttung der Schleimhaut. Verordnet werden auch kortisonhaltige Medikamente, sogenannte Glucocorticoide.

Nach Art der Homöopathie

Seit etwa 100 Jahren gibt es das Konzept der sogenannten Desensibilisierung, auch Hyposensibilisierung oder spezifische Immuntherapie/SIT genannt. Auch wenn Schulmediziner dies nicht gerne zugeben, so wurde diese von der Homöopathie abgeleitet. Samuel Hahnemann, der Begründer der Homöopathie, formulierte das Ähnlichkeits-Prinzip: similia similibus curentur, «Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt». Bei der Hyposensibilisierung wird das Pathogen, auf das Betroffene reagieren, unter die Haut gespritzt. Dies in Wochenabständen, über Monate hinweg, in steigenden Dosierungen. Damit begonnen wird am besten während einer pollenflugfreien Zeit, also im Herbst oder Winter.

Die Behandlung wird je nach Erfolg über mehrere Jahre wiederholt. Das Ziel ist, dass das bisher überreagierende Immunsystem sich an das Allergen gewöhnt und es deshalb nicht mehr bekämpft.

Psychosomatische Ebene

Neben der sorgfältigen Anamnese sowie Hauttestungen interessieren sich Naturheilkundler auch für Aspekte wie allgemeine Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Das Führen eines Tagebuches kann bei der oft detektivischen Suche nach den auslösenden Allergenen helfen. Von Interesse sind die Ernährung, Medikamente, berufliche und private Tätigkeiten sowie das Auftreten von allergischen Schüben.

Bei der Anamnese sind auch Fragen betreffend geistig-seelischen Befindlichkeiten von Interesse. So fragen Therapeuten etwa nach dem Verhältnis des Betroffenen zu seiner Umwelt oder versuchen, seine seelisch-geistigen-sozialen Abgrenzungen zu erfassen: Kann der Patient Nein sagen? Setzt er eigene Bedürfnisse durch usw.

Hilfe aus der Natur

Die naturheilkundlichen und komplementärmedizinischen Therapien werden je nach Vorliebe des Patienten und dessen Bereitschaft zur Mitarbeit ausgewählt. Verschiedene Konzepte stehen zur Auswahl: Die Homöopathie zeigt gute Erfolge, ebenso die Akupunktur sowie ausleitende Verfahren wie Aderlässe. Auch Bach-Blüten- oder Eigenblut- und Ernährungstherapien sowie Bioresonanz können oft helfen. Die Naturärzte Vereinigung der Schweiz bietet auf ihrer Website Hilfen an, um Methoden oder Therapeuten zu  finden.

Wenn der Luzerner Hausarzt Hans Schwarz mit der Schulmedizin nicht mehr weiterkommt, wendet er die Bioresonanz-Therapie an, so auch bei Heuschnupfen-Patienten. Nach einer eingehenden Anamnese führt er bioenergetische Verfahren wie Kinesiologie und Elektroakupunktur durch, um die Belastungsfaktoren herauszufinden, die zur Entstehung des Heuschnupfens beitragen.

Buchtipps
• Joachim F. Grätz: «Sanfte Medizin – Die Heilkunst des Wassermannzeitalter», Tisani Verlag, 2007
• Maria Anna Pabst: «Die Wunderwelt der Pollen», AT Verlag, 2013

Foto: fotolia.com,  Andreas Walker

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