Artikel Gesundheit :: Natürlich Online

Eingriff statt Medikamente

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe_05_2013 - 01.05.2013

Text:  idw/MM

Ein neuartiges Verfahren kommt vor allem älteren Patienten mit Vorhofflimmern zugute, die blutverdünnende Medikamente nicht vertragen.

Ein unregelmässiger Puls, Herzstolpern, Atemnot und Angstgefühl sind typische Symptome eines Vorhofflimmerns. Die häufigste Form der Herzrhythmusstörung ist zwar nicht unmittelbar lebensbedrohlich. Betroffene haben jedoch ein erhöhtes Embolierisiko, insbesondere für einen durch einen Gefässverschluss verursachten Schlaganfall. Ein neuartiges Verfahren kann diese Gefahr deutlich senken. Hierbei setzen Mediziner per Katheter über die Leistenvene einen kleinen Schirm aus Nickel-Titan vor das linke Herzohr, einer kleinen Ausstülpung an den Vorhöfen des Organs. «Wenn das Herz flimmert, kann das Blut in den Vorhöfen nicht mehr optimal fliessen – es verklumpt. Diese Verklumpungen entstehen bevorzugt im linken Herzohr und bilden Gerinnsel, dievdann über die Blutbahn prinzipiell in alle Körperregionen getragen werden können. Landet eines im Gehirn, kann es zum Schlaganfall kommen», erklärt Professor Jochen Wöhrle, Leitender Oberarzt an der Klinik für Innere Medizin II des Universitätsklinikums Ulm, wo das Verfahren bereits zum Einsatz kommt. Wird das linke Herzohr mit einem Schirm verschlossen, verhindert diese Abdichtung die Ansammlung von Gerinnseln in der Ausstülpung. Normalerweise erhalten Herzpatienten mit Vorhofflimmern ein blutverdünnendes Medikament, das die Bildung von Blutgerinnseln verhindert. Doch insbesondere ältere Herzpatienten vertragen dies oft nicht, sodass sie ständig mit der Gefahr eines Schlaganfalls leben müssen.

Foto: fotolia.com

Tags (Stichworte):

Kategorie: Gesundheit

Winter: Guter Halt ist gefragt

Stürze auf Schnee und Eis sind schmerzhaft. Um den Winter unbeschadet zu...

Kategorie:

Kategorie: Gesundheit

Richtig inhalieren

Damit ein Asthma-Medikament seine Wirkung entfalten kann, muss es tief in die...