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Herzensfreude

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe_05_2013 - 01.05.2013

Text:  Sabine Hurni

Das Herz leistet tagtäglich Grosses. Mit zunehmendem Alter, aber auch mit einer ungesunden Lebensweise, wird der Herzmuskel schwächer. Wirkstoffe aus dem Maiglöckchen stärken das Herz.

Wir reden von Herzenswünschen, verlieren unser Herz an einen Menschen und finden uns plötzlich mit einem gebrochenen Herzen wieder. Im Sprachgebrauch ist das Herz weit mehr als nur die Bezeichnung für ein Organ; es steht für Emotionen und Leidenschaft.

Das Alter setzt dem Herzen zu

Das Herz ist sowohl von seiner Lage wie auch von seiner Funktion das zentrale Organ des Menschen. Es pumpt täglich etwa hundertausend Mal und bewegt ein riesiges Blutvolumen durch den Körper. Der ständige Wechsel von Ruhe und Bewegung lässt sich nicht von unserem Willen beeinflussen. Es ist vielmehr ein unwillkürlicher Wechsel von Ansaugen des verbrauchten, sauerstoffarmen Blutes und dem Ausstossen von frischem, nährstoff- und sauerstoffreichem Blut in den Körper. Um diese Funktion ausführen zu können, ist das Herz (lateinisch Cor) ein muskuläres Hohlorgan, das eng mit den Blutgefässen und den Lungen verbunden ist.

Mit zunehmendem Alter wird der Herzmuskel schwächer. Die Anstrengung, das Blut zum Herzen hinaufzusaugen und vom Herzen wieder mit hohem Druck in den Körper zu pumpen, nimmt zu. Das hat zur Folge, dass die Muskelfasern länger und dicker werden, um so mehr Kraft zu generieren. Doch der verdickte Muskel ermüdet wesentlich schneller als vorher und die Herzleistung nimmt entsprechend ab. Im Alter können auch die Herzklappen etwas dicker und steifer werden. Zudem haben sich oftmals bereits gewisse Ablagerungen in den Herzkranzgefässen niedergeschlagen. Folge davon sind Herzrhythmusstörungen, eine erhöhte Herzfrequenz, aber auch Hustenreiz oder Kurzatmigkeit bei Belastung wie auch im Ruhezustand nachts im Bett. Weitere Symptome können sich in stechenden Schmerzen in der Brust, Schwindel, Müdigkeit oder als Wasseransammlungen zeigen. Eine genaue Diagnose bringt hier eine Untersuchung beim Arzt.

Rhythmusstörungen treffen aber auch Junge

Obwohl es meistens ältere Menschen sind, bei denen verschiedene zusammenwirkende Faktoren schlussendlich zu einer funktionellen Herzstörung führen, können Herzbeschwerden mit Rhythmusstörungen durchaus auch junge Menschen betreffen. Dies oft in Zusammenhang mit sehr belastenden Stresssituationen oder mit dem Klimakterium. Deshalb gilt sowohl für Jung wie auch für Alt, dass bei der naturheilkundlichen Behandlung Herzfunktionsstörungen ganzheitlich angegangen werden. So spielen auch das Umfeld und die aktuelle Lebenssituation der Betroffenen eine Rolle. Ebenso gilt es Ernährungsgewohnheiten, den Lebensstil und den Gemütszustand zu hinterfragen. Das Ziel der ganzheitlichen Therapie: Ordnung in den Lebensrhythmus zu bringen.

Regelmässige Bewegung, ausreichend Schlaf und innere Zufriedenheit sind die wichtigsten Säulen in der Behandlungsstrategie. Nicht selten haben Menschen mit Herzerkrankungen die Tendenz, sich unter Druck zu setzen. Sie nehmen sich sehr ambitiöse Ziele vor und wollen sie um jeden Preis erreichen. Andere leben mit einer ständigen Angst im Herzen oder haben im Laufe des Lebens die Strategie entwickelt, Gefühle und Gemütsbewegungen erfolgreich unter den Teppich zu wischen. Es verwundert nicht, wenn sich das Herz eines Tages unangenehm bemerkbar macht, weil es ebenfalls einen wichtigen Platz im Leben des Betroffenen bekommen möchte.

Weitere Tipps für ein starkes Herz bis ins hohe Alter
• Ruhepausen Bei einer verringerten Herzleistung (Herzinsuffizienz) sind Erholungsphasen enorm wichtig. Nicht übertreiben, sondern immer einmal wieder absitzen und gemütlich die Beine hoch lagern und die Momente des Nichtstuns geniessen.
• Gewicht Überschüssige Kilos belasten das Herz zusätzlich. Daher sollten übergewichtige Menschen auf eine gemüsereiche, fleisch- und fettarme sowie abwechslungsreiche Ernährung achten. Vor allem schwer verdauliche Speisen sollten vermieden werden.
• Bewegung Die tägliche Bewegung ist ein Muss. Jedoch sollte sie den Körper nicht belasten. Qigong, Altersturnen, Spaziergänge an der frischen Luft oder andere sanfte Bewegungsformen sind ideal. Wie stark das Herz belastet werden darf, muss mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.
• Mineralstoffe Besonders gut für den Herzmuskel sind Magnesium und Kalium. Man kann die Mineralstoffe mittels eines basischen Mineralsalzes einnehmen. So hat man gleichzeitig eine Säure ausgleichende Wirkung auf den Körper.
• Wassergüsse Milde Wasseranwendungen wie Arm- und Kniegüsse stärken den Kreislauf. Man darf jedoch nur kleine Reize setzen und sollte immer an der Seite beginnen, die dem Herz am Entferntesten ist.
Coaching Unbewältigte Konflikte, Traumen, der Umgang mit Ängsten oder das Unterdrücken des individuellen Lebensweges aus Rücksicht gegenüber dem Umfeld können einen riesigen inneren Druck verursachen. Es lohnt sich, sich diesen Themen mutig zu stellen und so dem Herzen mehr Luft und Lebensfreude zu verschaffen.

Foto: fotolia.com

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