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Grippewelle: ohne mich!

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe_01_2013 - 01.01.2013

Text:  Sabine Hurni

Der Januar ist bekannt für seine hohe Virendichte – wer in diesen Zeiten gesund bleiben möchte, nimmt am besten das Bienenkittharz Propolis ein. Es wirkt vorbeugend und heilend.

Im Januar ist Grippezeit: Ringsum wird gejammert und gekränkelt. Doch manch einer, der meint die Grippe hätte ihn erwischt, leidet in Wirklichkeit lediglich an einem grippalen Infekt oder einer heftigen Erkältung mit Fieber. Der Unterschied zwischen einer echten Grippe und anderen grippalen Erkrankungen ist wesentlich: So beginnt eine gewöhnliche grippale Erkältung langsam mit einem wässerigen Schnupfen, der nach und nach schlimmer wird. Man fühlt sich müde und abgeschlagen, hat leichtes Fieber, vielleicht einen schleimigen Husten, Kopf-, Hals- und Gliederschmerzen. Nach einer Woche klingen die Symptome langsam ab. Für eine solche Erkältung können bis zu 200 verschiedene Viren verantwortlich sein. Meistens sind es die Adeno- oder Rhinoviren, mit denen sich Kleinkinder im Durchschnitt vier bis acht Mal jährlich anstecken. Bei Erwachsenen sind es laut Statistik lediglich zwei bis vier Infektionen im Jahr.

Echte Grippe ist selten

Anders die echte Grippe, die im Vergleich zu grippalen Infekten wesentlich seltener vorkommt. Ganz typisch für die Grippe ist ihr plötzlicher Beginn. Wie aus dem Nichts macht der Körper hohes Fieber, das begleitet ist von Schüttelfrost und Kältegefühl. Die Erkrankten sind gezwungen, die Arbeit niederzulegen und gehen zu Hause sofort ins Bett. In der Regel wird das hohe Fieber einer echten Grippe von massiven Kopf- und Gliederschmerzen sowie von Atemwegsinfekten begleitet. Ursache für die echte Grippe sind die Influenzaviren A und B. Auch sie werden, wie alle anderen Virenarten, sehr schnell mittels Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen. Die Erreger befinden sich in der Atemluft und sind in feinsten ausgeniesten und ausgehusteten Tröpfchen enthalten.

Starkes Immunsystem

Die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch sowohl einer Grippe als auch einer grippalen Erkältung beträgt zwei bis fünf Tage. Die Viren gelangen über die Schleimhäute im Nasen- und Rachenraum in den Körper, von wo sie sich, je nachdem wie gut oder schlecht das Immunsystem des Betroffenen arbeitet, in den Bronchien oder in den Nasennebenhöhlen ausbreiten.

An der Tatsache, dass die Viren zum Winter gehören wie die Kälte und der Schnee, können wir nichts ändern. Jeder Gesunde kann jedoch aktiv dazu beitragen, sein Immunsystem zu stärken. Dazu gehören eine ausgewogene und vitaminreiche Ernährung, der gesunde Umgang mit Stress, der präventive Gebrauch von befeuchtenden Nasentropfen, viel Bewegung im Freien und angemessene Kleidung für die nasskalte Witterung. Auch Heilpflanzen wie Sonnenhut (Echinacea) oder die Kapuzinerkresse (Tropaeolum) vermögen bei ersten Krankheitsanzeichen das Immunsystem und die Selbstheilungskräfte auf Vordermann zu bringen. Dasselbe gilt für das Bienenkittharz oder Kittwachs Propolis. Propolis ist eine von Bienen hergestellte harzartige Masse mit antibiotischer, antiviraler und antimykotischer Wirkung. Die Bienen brauchen das Harz hauptsächlich für ihren eigenen Schutz; in einem Bienenstock lebt bei etwa 35 Grad Celsius und hoher Luftfeuchtigkeit ein ganzes Bienenvolk. Und wo es heiss und feucht ist, breiten sich auch Bakterien und Keime munter aus. Deshalb dient Propolis den Bienen zum Abdichten von Öffnungen, Spalten, Ritzen sowie zum Auskleiden der Wabenzellen, damit eingeschleppte Keime keine Chance haben, sich auszubreiten.

Für die Herstellung von Propolis benötigen Bienen harzige Substanzen, die an Knospen oder Baumwunden vorkommen. Vermischt mit Pollenanteilen, ätherischen Ölen aus Blütenknospen, Wachs und Speichelsekreten entsteht die klebrige Bausubstanz. Dieses Propolis ist reich an Flavonoiden, Gummi und ätherischen Ölen. Zudem enthält es viele Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine.

Damit auch der Mensch diese heilsame Substanz der Bienen für sich nutzen kann, kratzt der Imker das Kitzharz aus den Ritzen. Einfacher und gezielter geht es, wenn ein feinmaschiges Gitter in den Bienenkasten hineingelegt wird. Die Bienen verkitten diesen Fremdkörper mit seinen störenden Zwischenräumen. Danach kommt das Kunststoffgitter in den Gefrierschrank, damit das Harz in gefrorenem Zustand durch leichtes Biegen des Gitters abbricht. Der so gewonnene Rohstoff wird zu einem Granulat oder einem Pulver weiterverarbeitet. Vermischt mit Alkohol dient das rohe Propolisharz auch zur Herstellung von Propolistinkturen, Salben und Cremen.

Was Bienen für uns herstellen

Neben Propolis sind auch Honig und Gelee Royal zwei hochwertige Bienenerzeugnisse, die uns als Stärkungsmittel dienen. Das Gelee Royal wird von den Bienen für die Aufzucht der Bienenkönigin verwendet. Die Ammenbienen produzieren den nährstoffreichen Saft aus Blütenpollen. Frischer Gelee Royal enthält wertvolle Inhaltstoffe wie Aminosäuren, Hormone, Enzyme, Vitamine und Spurenelemente, die wie ein Jungbrunnen wirken sollen. Für die Gewinnung von Gelee Royal saugen die Imker diese Substanz aus den Waben der Königin. Honig hingegen dient den Bienen als Nahrung für das Bienenvolk. Gewonnen wird er aus dem Pflanzennektar (Siebröhrensaft), den die Bienen in den Blüten sammeln. Doch nicht nur Blüten scheiden Siebröhrensaft aus. Auch aus Nadelbäumen können die Bienen Pflanzensaft für die Honigproduktion gewinnen.

Propolistinktur

Dort, wo das menschliche Immunsystem an seine Grenzen kommt, kann Propolis helfen. Sei es bei einer allgemeinen Abwehrschwäche, einer Erkältung, einer Grippe, Aphten, Fieberblasen, rheumatischen Erkrankungen, Zahnfleischproblemen und vielen anderen entzündlichen Erkrankungen. Für diese Zwecke nimmt man entweder die Tinktur in etwas Wasser mehrmals täglich ein oder man verzehrt täglich einen Löffel voll Propolisgranulat pur oder vermischt im Müesli. Bei Akne, schlecht heilenden Wunden oder Herpes kann eine Propolistinktur oder -salbe helfen.

Foto: fotolia.com

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