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Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe 12 - 2012 - 01.12.2012

Text:  Sabine Hurni

Aus Pflichtgefühl nehmen sich viele Leute kaum mehr Zeit, krank zu sein – geschweige denn für die Aufbauphase nach einer Krankheit. Was Sie machen können, damit der Körper wieder zu Kräften kommt.

«Ich bin einfach noch nicht ganz über den Damm», erzählt die 70-jährige Rita Heinz (Name geändert). Vor zwei Monaten lag sie mit einer Grippe und einem hartnäckigen Husten im Bett. Die Krankheit ist inzwischen Vergangenheit, das Fieber weg und der Husten praktisch ausgeheilt. Was jetzt noch fehlt, ist die Energie. Rita Heinz fühlt sich noch immer müde und träge. Früher war das nicht so, erinnert sie sich.Da sei sie nach einer Woche wieder arbeiten gegangen und habe sich gestärkt gefühlt. 

Stark werden

Dass der Körper seine Zeit braucht, um  nach einer Krankheit wieder voll und ganz leistungsfähig zu sein, erstaunt nicht, wenn man bedenkt, wie viel Energie investiert werden muss, um eine Krankheit zu bewältigen. Während einer grippalen Erkrankung oder einer Grippe arbeitet das Abwehrsystem des Körpers auf Hochtouren.Es versucht mit allen Mitteln Viren, Bakterien und Keime aus dem Körper hinaus zu manövrieren. Dies geschieht mithilfe von verstärkter Schleimproduktion, Fieber und/oder Husten. Ist dieser Prozess beendet, kommt die Zeit der Rekonvaleszenz.

In der Medizin ist die Rekonvaleszenz die Phase nach einer Krankheit, in der Körper und Geist wieder stark werden. Daher kommt auch der lateinische Ausdruck «rescendere», stark werden. Oft wird diese Zeit aber unterschätzt und vom Körper wird – kaum ist das Fieber weg – sofort wieder ein maximaler Einsatz gefordert. Doch nur weil das Fieber gesunken oder die Entzündung abgeklungen ist, heisst das nicht, dass der seelische und körperliche Zustand von der Zeit vor der Krankheit wieder hergestellt ist. Meist braucht der Körper für die Erholungsphase nochmals gleichviel Zeit wie die Erkrankung gedauert hat. Der Organismus muss sich wieder an die normale Kost gewöhnen, und die körperlichen Kräfte müssen langsam aufgebaut werden, bis sie wieder voll einsatzfähig sind. In der Zeit der Rekonvaleszenz gilt es also früh schlafen zu gehen, im Haushalt nur das Wichtigste zu tun, Termine ausserhalb der Arbeitszeit abzusagen und auf Freizeitverpflichtungen möglichst zu verzichten. So kehrt die volle Leistungsfähigkeit am schnellsten wieder zurück.

Doch in der Geschäftigkeit unseres Alltags reicht die Zeit manchen Menschen kaum aus, um eine Krankheit vollständig auszuheilen, bevor sie wieder zur Tagesordnung übergehen.Die Folge davon sind Rückfälle oder anhaltende Infekte.

So kommen Sie zu Kräften

Kneippsche Wasseranwendungen
Der Kräuterpfarrer Sebastian Kneipp hat herausgefunden, dass kaltes Wasser richtig angewendet das Immunsystem und die Selbstheilungskräfte des Körpers stärken können. Wassertreten, Beingüsse oder Armbäder können das Immunsystem wieder in Schwung bringen. Wichtig: Körper und Füsse müssen warm sein.

Warme Füsse
Nichts schwächt den Körper so sehr wie kalte Füsse. Wollsocken, Ölmassagen, warme Fussbäder, gute Schuhe mit dicker Sohle und gezielte Entspannungs und Gymnastikübungen können vor kalten Füssen schützen.

Ernährung
Damit der Körper wieder zu Kräften kommt, braucht er über die Ernährung möglichst viele Nährstoffe. Gekochtes Gemüse, Frucht- und Gemüsesäfte oder gekochtes Vollkorngetreide sind gut verdaubar und liefern dem geschwächten Körper neue Energie.

Autosuggestion
Die Lehre der Autosuggestion wurde vom französischen Apotheker Emile Coué im 19. Jahrhundert entwickelt. Er bemerkte, dass die Wirkung der Medikamente, die er seinen Kunden gab, davon beeinflusst wurde, mit welchen Worten er sie überreichte. Aus dieser beobachtung entwickelte er den Gedanken, dass jeder Mensch sein Wohlbefinden steigern kann, indem er sich selbst Suggestionsformeln vorsagt. Zum Beispiel soll ein erkrankter Mensch dreimal täglich jeweils zehnmal hintereinander sagen: "Es geht mir jeden Tag in jeder Hinsicht besser und besser." Damit kann er sein Unterbewusstsein beeinflussen und so seine Selbsheilungskräfte stärken. Probieren Sie es aus.

Kraftpakete aus der Wüste

In der Rekonvaleszenzphase können wir den Körper mit verschiedenen Aufbaumitteln, aber auch mit einfachen Massnahmen unterstützen. Stärkend wirken zum Beispiel die Ginseng- und die Taigawurzel. Beide werden in Form von Tonika oder Tinkturen angeboten.

Neben diesen Heilmitteln hat auch die Küchenapotheke ein Stärkungsmittel zu bieten, das oftmals unterschätzt wird: Datteln. Die süssen Früchte sind eigentliche Kraftpakete,die den Körper wirkungsvoll remineralisieren. Datteln enthalten etwa 60 bis 70 Prozent Invertzucker. Invertzucker ist eine Mischung zwischen Fruchtzucker und Traubenzucker, wie er auch im Honig zu .nden ist. In der Dattel stecken auch Phosphor, Kalzium, Eisen, Magnesium sowie die Vitamine A,B und C. Alles Mineralstoffe und Vitamine, die der Körper braucht, aber nicht selber produzieren kann. Zehn getrocknete Datteln reichen aus, um den Tagesbedarf an Nähr- und Brennstoffen eines Erwachsenen zu decken. Der hohe Zuckergehalt sorgt zudem für eine rasche Zufuhr schnell verfügbarer Energie, die zugleich lange anhält. Das macht die Dattel auch zu einem hervorragenden Sportsnack, besser noch als Bananen. Wie israelische Wissenschaftler herausgefunden haben, vermögen Datteln sogar die Bildung von LDL-Cholesterin im Blut zu vermindern, ohne den Blutzuckerspiegel wesentlich zu erhöhen. Menschen mit Diabetes oder starkem Übergewicht sollten beim Verzehr von Datteln aber trotzdem zurückhaltend sein.

Die Dattelpalme ist im Maghreb heimisch, in Nordafrika von Marokko, Tunesien bis Ägypten. Typischerweise wachsen die Dattelpalmen in Oasen, wo unterirdische Grundwasserseen den Bäumen das nötige Wasser liefern. In der tunesischen Region Tozeur und Kibili beispielsweise, wo die Fairtrade-Organisation Gebana ihre Bio-Datteln bezieht, leben rund 1500 Menschen von den Erträgen, die eine einzelne Oase abwirft.

Zwischen Oktober bis Dezember werden die Fruchtstände abgeschnitten, gewaschen,getrocknet, mit Sauerstoff begast, von Hand verlesen und schlussendlich für den Verkauf verpackt. Jede ausgewachsene weibliche Bio-Dattelpalme produziert rund 130 Kilogramm Datteln.

Mit Dünger und Pestiziden behandelte herkömmliche Dattelpalmen werfen zwar wesentlich mehr Ertrag ab, unserer Gesundheit und der Umwelt zuliebe sollte man Bio-Datteln aber den Vorzug geben.

Bio-Riesendatteln – gesundes Weihnachtsgeschenk
Bestellen Sie erntefrische Bio-Rispendatteln aus Fairem Handel bei www.gebanashop.ch oder per Telefon 043 366 65 00.

Die Box à 5 kg kostet Fr.70.– plus Porto. Bestellungen, die bis 10.Dezember eintreffen, werden bis 21.Dezember ausgeliefert.

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