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Teuflisch wirksam

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe 11 - 2012 - 01.11.2012

Text:  Tertia Hager

Die afrikanische Teufelskralle ist ein bewährtes Mittel gegen Rheuma. Um die Krankheit optimal zu behandeln, empfiehlt es sich, schulmedizinische Therapien mit Naturheilkunde zu unterstützen.

Fast jeder Schweizer und jede Schweizerin ist einmal im Leben von einer rheumatischen Erkrankung betroffen. Und jeder fünfte Einwohner hat Rheuma und leidet unter schmerzenden Gelenken, Knochen sowie Beschwerden an Muskeln, Sehnen und Bändern. Synthetische Arzneimittel wirken zwar schnell und efìzient, doch bei Langzeitgebrauch sind Nebenwirkungen möglich. Als Alternative oder zur Ergänzung empfiehlt sich die Pflanzenheilkunde. Reinhard Saller, Direktor am Institut für Naturheilkunde des Universitätsspitals Zürich: «Bei leichten und mittelschweren Erkrankungen wie zum Beispiel Osteoarthrose zeigt sich aus vergleichenden Studien eine gute Wirksamkeit einer pflanzlichen Therapie.» Besonders hervorgetan hat sich die afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens). Den teuflischen Namen hat die Pflanze, weil die Frucht der Wüstenpflanze aussieht wie eine Kralle. Die Extrakte aus der Wurzel der Pflanze wirken entzündungs- und schmerzlindernd. Um die Pflanze nicht in ihrem Wachstum zu beschädigen, werden nur die Nebenknollen der Wurzel geerntet.

Ebenso bewährt hat sich Bergarnika (Arnica montana). Weniger bekannt ist Paprika (Capiscum). In Form von kleinen Pflastern kommen sie an den sogenannten Triggerpunkten zum Einsatz. Spezialist Reinhard Saller plädiert für eine Änderung der üblichen Praxis: «Heute ist es mehrheitlich so, dass Phytotherapeutika erst versucht werden, wenn man mit den üblichen Medikamenten nicht mehr weiterkommt. Es spricht aber vieles dafür, dass man eher umgekehrt vorgehen könnte.» Pflanzliche Therapien sollten von Anfang an miteinbezogen werden, so Saller. Dass bei Naturheilmitteln häufig weniger Nebenwirkungen auftreten, hat mit dem sogenannten Vielstoffcharakter zum Beispiel von Arnika zu tun. Aus rund 200 Komponenten setzt sich der Wirkstoff zusammen. Die einzelnen Stoffe sind deshalb in relativ niedrigen Konzentrationen vorhanden, was dem menschlichen Organismus entgegenkommt.

Foto: fotolia.com

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