Artikel Gesundheit :: Natürlich Online Lust auf Neues | Natürlich

Lust auf Neues

Kategorie: Gesundheit
 Ausgabe 03 - 2012 - 01.03.2012

Text:  Tertia Hager

Trainieren ältere Menschen ihre Auffassungsgabe, werden sie dadurch auch aufgeschlossener gegenüber neuen Erfahrungen

Gute Neuigkeiten für Frauen, die es nicht lassen können, ihren Partner verändern zu wollen. Entgegen der Annahme, dass die Persönlichkeit nach dem 30. Altersjahr ausgebildet ist und sich folglich auch nicht mehr verändern lässt, haben Forscher festgestellt, dass sogar Senioren noch wesentliche Charakterzüge ändern können. Mit einer Studie untersuchten Wissenschaftler der University of Illinois die Auffassungsgabe von Menschen im Alter von 60 bis 94 Jahren. Die Hälfte der rund 300 Personen musste während vier Monaten Rätsel und Puzzles lösen. Zudem nahmen sie an Strategie-Schulungen teil. Die andere Hälfte wurde nicht beschäftigt. Von Woche zu Woche wurden die Herausforderungen ein bisschen schwieriger. «Mit wachsendem Selbstvertrauen in ihre Fähigkeiten sollte die Freude für intellektuelle Herausforderungen und Kreativität gefördert werden», sagt der Psychologe Brent Roberts. Es zeigte sich, dass die trainierte Gruppe die Fähigkeiten zur Problemlösung verbessert hatte, wie wissenschaft-aktuell.de schreibt. «Gleichzeitig zeigten ausschliesslich diese Probanden eine moderate, aber signifikante Steigerung ihrer Offenheit», erklärt Roberts.

Offenheit wird als eine der fünf Hauptdimensionen einer Persönlichkeit bezeichnet. Die Forscher gehen nun davon aus, dass die Offenheit eines
Menschen mit seinen geistigen Fähigkeiten gekoppelt ist. Am Ende der Studie waren die trainierten Senioren aufgeschlossener gegenüber neuen Erfahrungen. Ist also erst einmal die Auffassungsgabe gefördert, ist der Weg frei, um an der Persönlichkeit zu schleifen.

Foto: fotolia.com

Tags (Stichworte):

Kategorie: Gesundheit

Sonnenbad: Gegen den Winterblues

Zu wenig Sonne und ein daraus folgender Vitamin-D-Mangel können das Risiko, an...

Kategorie:

Kategorie: Gesundheit

Buchtipp

Schmerz