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Schlank und rank

Kategorie: Essen, Gesundheit
 Ausgabe 4 - 2009 - 01.04.2009

Text:  Markus Kellenberger

Wer abnehmen will, sollte nicht auf weit verbreitete Irrtümer hereinfallen: die 10 bekanntesten Diätmyten

1. Auf Dauer schlank in zwei Wochen
Mehrere Kilos in kurzer Zeit – das versprechen zahlreiche Radikal-Diäten. Aber: Wird die normale Kalorienzufuhr rigide reduziert, drosselt der Körper seinen Energieumsatz. In dieser Phase verliert man Gewicht, nimmt jedoch zu, sobald man wieder auf die gewohnte Kalorienmenge umstellt. Tipp: Die Ansprüche auf das Abnehmen weniger hoch stecken, das heisst, pro Monat nicht mehr als zwei oder drei Kilo abnehmen. 

2. Wer abends hungert, nimmt ab
Mit knurrendem Magen ins Bett – manche Abnehmwillige kasteien sich regelrecht für ihr Wunschgewicht. Oft langt man am nächsten Tag dann umso mehr zu. Besser: Abends ruhig etwas essen, aber in Massen. Wenn sich noch vor dem Schlafengehen Appetit einstellt, zum Obstteller greifen.

3. Light-Produkte lassen Pfunde purzeln
Lebensmittel, die mit dem Begriff «light» werben, locken in der Regel mit fettreduziertem Inhalt und enthalten entsprechend weniger Kalorien als normale Produkte. Weil Fett aber ein Geschmacksträger ist, wird bei Light-Produkten gern besonders grosszügig portioniert. Besser ist, auf Produkte umzusteigen, die von sich aus weniger Fett enthalten, etwa auf gekochten Schinken statt Salami oder Frischkäse statt Butter fürs Brot.

4. Atkins-Diät lässt Hüftpolster schwinden
Das Prinzip der von Robert Atkins entwickelten Diät: Fette und Eiweisse ja, Kohlenhydrate nein. Der Stoffwechsel soll dadurch gezwungen werden, die körpereigenen Fettreserven statt der zugeführten Kohlenhydrate zuverbrennen. Nachteil: Die Kostform ist extrem einseitig und lustlos, denn man müsste dauerhaft auf Weggli, Pasta und Mehlspeisen verzichten. Ernährungsexperten empfehlen, besser auf eine überwiegend pflanzliche Kost umzustellen, sowie zusätzlich Vollkornprodukte, Kartoffeln und fettarme Milchprodukte zu essen. Die liefern denrichtigen Mix aus Kohlenhydraten und Eiweissen.

5. Am besten gar kein Fett
Nein! Denn Öle und Fette enthalten lebenswichtige Fettsäuren. Aber wenn schon Fette, dann am besten pflanzliche Öle. Sie sind reich an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Auch ein Stück fettreicher Fisch sollte regelmässig auf den Tisch kommen, zum Beispiel Lachs, Makrele oder Hering.

6. Vegetarier werden schneller schlank
Obst und Gemüse sind von Natur aus kalorienarme Lebensmittel, doch wer sagt denn, dass Vegetarier nicht mit Sahne oder Creme fraiche kochen? Wer abnehmen möchte, sollte auf jeden Fall viel Obst und Gemüse in seinen Speise-plan einbauen, zusätzlich aber auch auf die übrigen Zutaten achten.

7. Fünf Mahlzeiten am Tag sind besser als drei
Nicht unbedingt, denn wer bei drei Mahlzeiten über die Stränge schlägt, wird dies auch bei fünf Mahlzeiten tun. In diesem Fall lieber dreimal am Tag essen, aber auf regelmässige Zeiten achten. Der Körper lernt so, seinen Hunger zu bestimmten Zeiten zu stillen.

8. Diäteffekt dank Negativ-Kalorien
Hartnäckig hält sich die Mär über Lebensmittel, deren Verdauung mehr Kalorien verbraucht, als man mit ihnen aufnimmt. Richtig hingegen ist: Viel Trinken steigert den Energieumsatz des Körpers. Über den Tag verteilt sechs grosse Gläser Wasser trinken, zu jeder Mahlzeit eines.

9. Die Süssstoff-Lüge
Substanzen wie Aspartam und Saccharin süssen Kaffee und Tee ohne Kalorien. Das Problem: Der Körper verbindet mit der Süsse eine Kalorienzufuhr. Irgendwann holt er sich die Kalorien doch. Besser: Nehmen Sie echten Zucker, und reduzieren Sie langsam die Menge.

10. Fettschmelze in der Sauna
Die Hitze kurbelt nicht die Fettverbrennung, sondern die Schweissbildung an, und Schweiss besteht aus Wasser – und nicht aus Fett.

Das hilft nachhaltig beim Abnehmen:
Zeit nehmen beim Essen. Erst nach 15 bis 20 Minuten setzt das Sättigungsgefühl ein.
Wenig verarbeitete Lebensmittel essen:
Seelachs natur statt Fischstäbchen, Salzkartoffeln statt Pommes.
Für Alltagsbewegung sorgen, Sport treiben:
verbrennt Kalorien, baut Muskelmasse auf (die weitere Energie verbraucht), fördert das Körpergefühl.
Nicht nebenbei essen, sondern die gesamte Aufmerksamkeit auf das Essen lenken.

Bild: © irisblende.de

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