Immer mehr Produkte mit Nanopartikeln

Anführungszeichen Dass es immer mehr Produkte mit Nanopartikeln auf dem Markt gibt, macht mir Sorgen. Inzwischen sind sie in meinem Haushalt vermutlich schon omnipräsent. So zum Beispiel Titandioxid in Zahnpasta und Kaugummi, Siliciumdioxid in Nahrungsergänzungsmitteln. Schlusszeichen A. N., St. Ursen

Antwort

Nanopartikel werden so genannt, weil ihre Teilchengrösse unter 400 Nanometer (nm) liegt. Sie sind also nur noch im Elektronenmikroskop sichtbar. Die Nanotechnologie entwickelt sich in vielen Lebensbereichen rasant weiter. Der von Ihnen angesprochene ist für mich am wenigsten heikel, denn da kann ich problemlos ausweichen. Als Zahnpasten kommen für mich nur unfluoridierte Produkte (Wala, Weleda, Ayurveda) infrage, auf Kaugummi kann ich verzichten und Nahrungsergänzung vermeide ich ohnehin. Wir leben im Überfluss und uns wird eingeredet, wir müssen unsere Nahrung ergänzen. Dabei verhungern täglich Kinder
auf dieser Welt.

Einen äusserst kritischen Bereich möchte ich hier kurz ansprechen. Auf dem Markt sind bereits verschiedene PET-Flaschen für Saft, Bier und Wein, die mit Nanopartikeln beschichtet sind. Coca-Cola, Granini und Perrier nutzen bereits solche nanobeschichteten PET-Flaschen. Ein Trend liegt im Bereich von antibakteriell wirkenden Verpackungen mit Nano-Silberbeschichtung, Nano-Zinkoxid oder Nano- Titandioxid. Sie sollen die Haltbarkeit der Lebensmittel verbessern. Es ist jedoch nicht geklärt, ob und wie Nanopartikel aus den Verpackungen in die Nahrungsmittel gelangen können. Bei der antibakteriellen Beschichtung ist ein Übergang der Nanopartikel auf die Lebensmittel sogar gewollt, um einen konservierenden Effekt zu erzielen.

Welche gesundheitlichen Risiken dies birgt, ist ungewiss, zumal Nano-Ver packungen für Konsumentinnen und Konsumenten nicht erkennbar sind.

Heinz Knieriemen

Foto: fotolia.com


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