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Hashimoto

Anführungszeichen

Bei einer Freundin wurde die Krankheit Hashimoto-Thyreoiditis diagnostiziert. Gibt es da alternative Heilungsverfahren ? Laut Arzt sollte sie auf jegliche Sojaprodukte verzichten. Stimmt das? Was ist noch weiter zu beachten?

Schlusszeichen Text:  U. J., Ebnat

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Antwort

Bei der Hashimoto-Erkrankung handelt es sich um eine Autoimmunreaktion – der Körper greift die Schilddrüse an, weil ihn irgendetwas massiv stresst. Häufig wird dieser Stress von der Ernährung verursacht: Versteckte Nahrungsmittelunverträglichkeiten können im Laufe der Jahre solche Reaktionen hervorrufen. Oft sind es Zucker-, Milch- und Milchprodukte- (Kuhmilch) und/oder Glutenunverträglichkeiten. Ihre Freundin sollte deshalb ihre Ernährung vollkommen umstellen. Ein halbes Jahr lang soll sie gluten-, zucker- und milchfrei leben. Das ist nicht einfach, aber es lohnt sich. Anfangs hat man das Gefühl, überhaupt nichts mehr essen zu dürfen. Doch mit der Zeit findet man den Rank und entdeckt vollkommen neue Lebensmittelkombinationen. Frisches, saisonales Gemüse ist dabei das Wichtigste.

Und was ist mit den Sojaprodukten ? Ihre Freundin sollte zumindest keine Sojaölpräparate zu sich nehmen, die hochdosierte Sojaflavone enthalten. Das betrifft aber nicht Vollwertprodukte wie Tofu, Sojamilch oder Sojajoghurt. Nimmt man die Sojaflavone in Form eines solchen Lebensmittels ein bis zwei Mal pro Woche zu sich, macht das der Schilddrüse nichts. Einfach nicht übertreiben.

Sabine Hurni, Drogistin, Naturheilpraktikerin und Ayurveda-Expertin

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