Arthrose und Milchprodukte

Anführungszeichen Eine Therapeutin riet mir, alle Kuhmilchprodukte wegzulassen, um eine Übersäuerung abzubauen. Ich habe in mehreren Gelenken Arthrose und bereits ein künstliches Hüftgelenk. Ich trinke täglich Milchkaffee, esse Butter und liebe Käse. Ist denn die Kuhmilch tatsächlich so schädlich? Wenn ja, wieso wird Milch dann zur Vorbeugung gegen Osteoporose empfohlen? Schlusszeichen M. L., Z.

Antwort

Milchprodukte sind schwer verdaubar und wirken deshalb schleimbildend. Gerade bei Leuten mit Übergewicht würde ich mich der Meinung Ihrer Therapeutin anschliessen. Ebenfalls wenn Sie zu den Leuten gehören, die schnell frieren. Auch hier würde ich die Milchprodukte weglassen. Gehören Sie eher zur «hitzigen» Sorte von Menschen, dann verdauen Sie vermutlich die Milch auch besser. Hier ist es dann eine Frage des Masses und der Kombination mit anderen Lebensmitteln. Wenn Sie auf den Milchkaffee am Morgen nicht verzichten wollen, können Sie gleich nach dem Aufstehen ein grosses Glas heisses Ingwerwasser trinken. So ist Ihr Magen wenigstens schon ein bisschen warm, bevor die Milch und der Kaffee eintreffen. Zudem sollten Sie Käse mit einer heissen Kartoffel essen, anstatt mit dem ebenfalls schleim- und säurebildenden Brot. Reichern Sie Ihren Speiseplan mit viel Gemüse an. Essen Sie zu jeder Mahlzeit entweder Obst (am Morgen) oder Gemüse. Experimentieren Sie in der Küche, machen Sie ab und zu Fastentage und machen Sie das Fleisch zur Beilage. Bauen Sie die noch intakte Knorpelsubstanz mit Grünlippmuschelextrakt auf, trinken Sie ausreichend Wasser und bewegen Sie sich täglich.

Es ist mir bewusst, dass nichts schwieriger ist, als liebgewonnene Gewohnheiten zu ändern. Nehmen Sie sich also nicht zu viel vor, sondern leiten Sie immer nur eine Veränderung aufs Mal ein. Dafür aber konsequent. Erst etwas, was wir während sechs (!) Monaten gemacht oder gedacht haben, automatisiert sich. Gehen Sie mit sich selber ins «Gericht», spüren Sie, wo Sie ansetzen möchten mit den Veränderungen und fangen Sie dann an. Damit meine ich nicht nur die Essgewohnheiten, sondern auch die Art zu denken und zu fühlen. Wir müssen wieder lernen, im Jetzt anzukommen und den Gefühlen einen Ausdruck zu geben, anstatt sie herunterzuschlucken. Es ist der einzige Weg, um mit sich selber und mit seiner Gesundheit ins Reine zu kommen.

Sabine Hurni, Drogistin HF und Naturheilpraktikerin mit Fachrichtung Ayurveda und Phytotherapie

Foto: fotolia.com


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