Beiträge und Artikel mit dem Tag (Stichwort): Politik

Schwarze, Gelbe, Braune und Rote in den Bundesrat

Markus Kellenberger | Donnerstag, 06.11.2008

Machen wir diesmal einen auf kurz! Die USA haben zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Präsidenten mit dunkler Hautfarbe gewählt. Zum ersten Mal repräsentiert also ein nicht mit weissen Wurzeln gesegneter Mensch eine Nation, die sich aus der Nähe betrachtet (und die gepeinigten Indianer ausser Acht lassend) eigentlich aus nichts anderem als mehr oder weniger freiwilligen Einwanderern zusammensetzt. Weissen, Gelben, immer mehr Latinos und Schwarzen. Und jetzt haben die letztgenannten endlich einen Vertreter im Weissen Haus. Ein Halleluja sparen wir uns für später auf, bis wir mehr wissen.

Brennend interessiert mich nun aber die Frage: Wo stehen wir, die vielsprachige und vielfarbige und (in einigen Teilen zumindest) weltoffene Schweiz. Wann bekommen wir einen oder mehrere BundesrätInnen mit chinesischen Wurzeln, mit tamilischem Hintergrund, Verwandten auf dem Balkan, einer Grossmutter in Afrika oder - im Moment für viele wohl das schlimmste Szenario - aus dem grossen Kanton.

Mir persönlich ist es egal, ob unsere Bunderäte weiss, schwarz, gelb, braun oder rot sind - Hauptsache, sie sind alle ein bisschen grün.

Und Sie? Was glauben, was erhoffen oder was befürchten Sie?

Bilder: BohPhoto, Dateien stehen unter dieser Creative-Commons-Lizenz.

2 Kommentar(e) Tags (Stichworte): AusländerBundesratObamaPolitikSchweizUSAWahlen

The Meaning of Life

Markus Kellenberger | Montag, 29.09.2008

Ja, was genau ist er, "The Meaning of Llife", respektive der Sinn des Lebens? Wer den Monty Python-Film kennt, weiss, dass es darauf wohl keine schlüssige, dafür viele Antworten gibt. Das hat sich mir auf der Suche nach der "Relevanz", respektive nach den relevanten Blogs auch eindrücklich gezeigt.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Reto Stauss (und natürlich an www.nachhaltigbeobachtet.ch und www.faircustomer.ch, die ich hiermit wärmstens zum bookmarken empfehle!).

Zurück zum Thema: Mich erschüttert oft, was meine Mitmenschen als "relevant" empfinden, und was nicht. So dünkt mich, das Resultat unserer Vorletzten Umfrage hätte allgemein mehr Entsetzen auslösen sollen. Die Frage lautete: "Was glauben Sie, welche Interessen vertreten unsere gewählten Politiker hauptsächlich?" Und über 90 Prozent der Abstimmenden waren dezidiert der Meinung: "Hauptsächlich ihre eigenen und die ihrer Geldgeber"...........................

................ die vielen Pünktchen symbolisieren die Funkstille, die auf die Umfrage folgte. Sowohl von Euch als auch von Moritz Leuenberger, der das Ergebnis der "Natürlich"-Umfrage auf seinem eigenen Blog hätte nachlesen können - so er gewollt hätte. In gewissen anderen Ländern wäre ein solches Umfrageergebnis nämlich ein akzeptabler Grund gewesen, die Guillotinen wieder einmal aus den Kellern zu holen.

Nun denn, zum Glück leben wir hier in der Schweiz, und unser Blut ist nicht ständig am Überkochen. Ein bisschen nachdenklich aber stimmt es mich dennoch, dass die Krönung einer 18-jährigen Schülerin zur schönsten Frau (Frau? Was Schminke so alles ausmacht…aber das sehen Sie auf www.missschweiz.ch) der Schweiz mehr Menschen zu bewegen scheint, als ein Politestablishment, das sich nach erfolgter Wahl fröhlich selbst verwirklicht. Schweiz, quo vadis?

Bild: PD

 

 

1 Kommentar(e) Tags (Stichworte): BlogbloggenPolitikSchweiz

Von Blogs, Bloggern, Relevanz und Statistik

Markus Kellenberger | Freitag, 19.09.2008

Bevor ich in einem der nächsten Sätze laut HILFE schreie, hier noch ein kleiner Rückblick auf unsere letzte Umfrage, die da lautete: Wessen Interessen vertreten unsere Parlamentarier wirklich in Bern. Über die Hälfte der Teilnehmer tippte wohl richtig, indem sie sich für die Antwort "Jene ihrer Geldgeber" entschieden. Nur ein verlorenes Häufchen von 3,2 Prozent ist davon überzeugt, dass Parlamentarier die Interessen des Volkes vertreten. Wie gehen wir nun weiter vor? Revolution? Oder doch lieber Schwamm drüber, weil sonst Arbeitsplätze und unsere Renten bedroht sind?

Aber lassen wir dass. Kommen wir zum Punkt HILFE! Vor kurzem stand unser Produktmanager in der Redaktion und forderte uns auf, sofort damit zu beginnen, sogenannt "relevante" Blogs zu lesen. Relevante Blogs? Es gibt, wird geschätzt, gegen 120 Millionen Blogs im Web. Ein beeindruckender Grund, da mal ein bisschen nachzurechnen.

Also: Aktuell leben etwa 6,8 Milliarden Menschen auf der Welt. Fast 2 Milliarden davon können nicht lesen, fallen als Blogger also weg, macht noch 4,8 Milliarden. Davon lebt rund ein Drittel in der 1. Welt, das sind dann noch 1,6 Milliarden Menschen. Neuste Zahlen gehen davon aus, dass 85 Prozent der Haushalte in den Industrieländern über einen Computer verfügt. Nehmen wir pro Haushalt einen Schnitt von 3 Personen an, wären das grosszügige 1,3 Milliarden Menschen mit einem Internetzugang, wobei wir jetzt noch 20 Prozent abziehen, weil auch hier einige noch nicht und andere nicht mehr lesen können. Et voilà: 1 Milliarde Menschen könnten bloggen, bei 120 Millionen geschätzten Blogs wäre das rund jeder 8. Mensch unter uns. Mein Bekanntenkreis stellt diesbezüglich leider ein schwarzes Loch dar. Aber Sie! Wie viele Bloggerinnen und Blogger kennen Sie? Stimmt meine Rechnung überhaupt? Und: Welches sind aus Ihrer Sicht "relevante" Blogs.

Um Nachricht (und vor allem viele viele Tipps) wird gebeten!

Blogsuchmaschinen und -verzeichnisse:
www.technorati.com (International)
www.bloggernetz.de (Deutschland)
Google Blogsuche (International)
www.rivva.de (Deutschland)
www.slug.ch (Schweiz)

Bild: Daniel Gugger

 

6 Kommentar(e) Tags (Stichworte): BlogbloggenMedienPolitik

Parlament trickst das Volk aus!

Markus Kellenberger | Freitag, 12.09.2008

Richtig! Der Titel klingt wie eine beliebige Pressemeldung aus einer bestimmten Parteizentrale, hat aber diesmal seine Berechtigung. Sie, ich, die meisten von uns haben die Volksinitiative "Ja zur Komplementärmedizin" unterzeichnet (oder zumindest damit sympathisiert). Sie gilt nicht nur als äusserst populär, sondern sie hat auch das Potenzial, mit grosser Mehrheit vom Volk angenommen zu werden.

Das macht vielen unseren NationalrätInnen, StänderätInnen, den Mitgliedern der Gesundheitsdirektorenkonferenz und auch den Kantonen Kopfzerbrechen. Sie fürchten eine weitere Explosion der Gesundheitskosten - und blenden dabei völlig aus, dass nicht die Komplementärmedizin die Prämien der Krankenkassen in die Höhe treibt, sondern die Pharmaindustrie, die Jahr für Jahr neue Medikamente gegen neue (erfundene) Krankheiten auf den Markt wirft - und mit dem verdienten Geld einen guten Teil unserer sogenannten Volksvertreter generös unterstützt. Das nennt man dann Lobbying. Alles klar?

Das dürfte aus meiner Sicht der Hauptgrund dafür sein, dass im National- und im Ständerat verzweifelt nach einem Gegenvorschlag gesucht wird, um die Volksinitiative zu bodigen. In der kommenden Herbstsession wird die Diskussion in Bern wohl den Siedepunkt erreichen. Seien Sie gespannt!

Ich finde dieses Gerangel eine reine Schweinerei. Es zeigt mir in aller Deutlichkeit, zwei Dinge: a) woher der Wind weht; b) wer in diesem Land wirklich das Sagen hat und c) was unsere gewählten (und von verschiedenen Firmen bezahlten) Volksvertreter vom Volk und dessen Wünschen halten.

Nun sagen Sie mir, warum Sie überhaupt noch eine Initiative unterzeichnen - und warum Sie überhaupt noch Wählen gehen?

Hier finden Sie mehr Informationen zum Thema - und Sie können sich bei unseren (Ihren) Volksvertretern bemerkbar machen:
www.ja-zur-komplementaermedizin.ch (hier erfahren Sie den aktuellen Stand der Dinge)
www.parlament.ch  (Suchen Sie sich Ihren Lieblings-Lobbisten-parlamentarier und schicken Sie ihm ein Mail)
www.gdk-cds.ch (die Gesundheitsdirektorenkonferenz, auch sie bekommt sicher gerne Post von engagierten Bürgerinnen und Bürgern)

Bild: © www.parlament.ch

 


Sex, Drogen oder Wetter?

Markus Kellenberger | Freitag, 30.05.2008

Was möchten Sie eigentlich von mir lesen? Ich bin mir da manchmal gar nicht im Klaren darüber. Darum habe ich mich entschlossen, zu einem aus Funk- und Fernsehen bekannten Mittel zu greifen, nämlich jenem des sogenannten "Wunschfilms". Doch anstelle eines zum x-ten Mal wiederholten TV-Schunkens, biete ich Ihnen Einsichten in mein Seelenleben und meine nicht immer gloriose Vergangenheit an. Sie entscheiden - ich schreibe - Sie kommentieren.

Also los: Was möchten Sie nächstens von mir erfahren?
• Warum ich Drogen nahm und das eine Zeit lang auch wunderbar fand!
• Warum ich mich als emanzipiert betrachte, aber Frauen jahrelang belog, betrog und als Objekte behandelte!
•  Warum ich Blocher als eine Gefahr für die Schweiz und Leuenberger als einen linken Sesselkleber halte!
•  Oder (das die Option für die ganz Vorsichtigen) warum ich gerne nackt im Regen tanze!

Stimmen Sie bei der Umfrage in der rechten Spalte ab oder geben Sie einen Kommentar ab und sagen Sie was Sie von mir hören wollen! Ich warte!

8 Kommentar(e) Tags (Stichworte): DrogenPolitikSexUmfrageWunschfilm

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