Alle Jahre wieder wenn der Herbst kommt, küre ich mein Lieblingsbundesamt. Letztes Jahr wurde dem BVet, dem Bundesamt für Veterinärwesen, die grosse Ehre zuteil. Redlich wie es ist, hat das BVet übrigens kürzlich die neuste Hundebissstatistik veröffentlicht: Die Verhältnisse sind im Vergleich zum letzten Jahr – Gott sei dank oder bedenklicherweise – stabil geblieben.
Mit grosser Genugtuung und Freude darf ich nun feststellen, dass sich das BVet auch dieses Jahr als meinen Liebling geradezu aufdrängt. Ich möchte das Bundesamt dieses Mal für ihre ausserordentliche Bürgernähe würdigen, habe ich doch mit grosser Erleichterung entdeckt, dass durch das BVet endlich eine Lücke geschlossen werden konnte, die ich schon lange als riesiges Manko öffentlicher Dienste ausgemacht hatte: Das BVet betreibt endlich auch ein Wellensittichforum.
Noch visionärer scheint mir da höchstens die Post – die ist aber kein Bundesamt und darum höchstens für einen Sonderpreis geeignet. Auch die Post beschränkt sich vorbildlichst auf ihr Kerngeschäft und verkauft darum in ihren Filialen nur, was wirklich ins Sortiment eines ernstzunehmenden postalischen Unternehmens gehört – von Gummibärchen bis Quitsch-Entchen. Das ist Service public.
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