Machen wir diesmal einen auf kurz! Die USA haben zum ersten Mal in ihrer Geschichte einen Präsidenten mit dunkler Hautfarbe gewählt. Zum ersten Mal repräsentiert also ein nicht mit weissen Wurzeln gesegneter Mensch eine Nation, die sich aus der Nähe betrachtet (und die gepeinigten Indianer ausser Acht lassend) eigentlich aus nichts anderem als mehr oder weniger freiwilligen Einwanderern zusammensetzt. Weissen, Gelben, immer mehr Latinos und Schwarzen. Und jetzt haben die letztgenannten endlich einen Vertreter im Weissen Haus. Ein Halleluja sparen wir uns für später auf, bis wir mehr wissen.
Brennend interessiert mich nun aber die Frage: Wo stehen wir, die vielsprachige und vielfarbige und (in einigen Teilen zumindest) weltoffene Schweiz. Wann bekommen wir einen oder mehrere BundesrätInnen mit chinesischen Wurzeln, mit tamilischem Hintergrund, Verwandten auf dem Balkan, einer Grossmutter in Afrika oder - im Moment für viele wohl das schlimmste Szenario - aus dem grossen Kanton.
Mir persönlich ist es egal, ob unsere Bunderäte weiss, schwarz, gelb, braun oder rot sind - Hauptsache, sie sind alle ein bisschen grün.
Und Sie? Was glauben, was erhoffen oder was befürchten Sie?
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