Durchschnittlich gibt jeder männliche Schweizer, meine noch vorpupertären Söhne inbegriffen, pro Jahr tausend Franken für Sex aus. Das sagt die Statistik – und jetzt weiss ich wenigstens, wohin das wöchent-liche Sackgeld fliesst. Bisher ging ich davon aus, dass es in Pokemon-Karten investiert wurde.
Statistik ist etwas Beruhigendes. Da offenbart sich nicht nur das bis anhin unbekannte Freizeitverhalten unserer Kinder, sondern man erfährt auch, ob man durchschnittlich gross, durch- schnittlich dick, durchschnittlich intelligent oder überhaupt durchschnittlich ist. Solches zu wissen ist höchst beruhigend – vor allem, wenn man dank der verschiedensten Statistiken dann auch noch erfährt, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung für überdurchschnittlich hält.
Und wie halten Sie es mit der Statistik? Sind Sie überdurchschnittlich – oder zählen Sie sich nicht zur Mehrheit?
Bild: © S. Hofschlaeger / PIXELIO