Bis zum Jahr 2035 soll die Bevölkerung in der Schweiz um über 10 Prozent wachsen. Gegen 10 Millionen Menschen (der grösste Teil davon zum Glück in den Ballungsgebieten Zürich und Genf) wohnen dann hier, arbeiten hier, lieben hier, lernen hier, wandern hier, streiten hier, feiern hier, konsumieren hier, pendeln hier, flanieren hier, siechen hier, sterben hier, tanzen hier, verdienen hier, träumen hier, flirten hier, kochen hier, waschen hier, vögeln hier, lachen hier – kurz: leben hier.
Angesichts dieses demografischen Aussichten wandere ich diesen Sommer so häufig wie möglich, denn im Jahr 2035 stehen wir am Hohtürli möglicherweiseschon Schlange, wie seinerzeit die Goldgräber am Chilkoot Pass.
Ich weiss, wir brauchen all diese Frauen und Männer, für den Erhalt unserer Arbeitsplätze, die AHV usw. usw. – und doch beschleicht mich schon heute des öftern das unangenehme Gefühl zunehmender Enge. Denn statistisch, geografisch und wirtschaftlich gesehen stimmt die durch verschiedene Statistiken belegte Rechnung: Die ganze Infrastruktur der Schweiz erträgt problemlos deutlich mehr Menschen als heute – aber ich vielleicht nicht.
Und Sie? Was halten Sie von einem zum gewaltigen Dorf zusammengewachsenen Mittelland?
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