Bilder des Krieges sind Bilder des Schreckens - könnte man meinen. Ich wuchs mit den Bildern des Vietnamkrieges auf. Häufig schwarzweiss, häufig zittrig und unscharf. Dieser Krieg ist längst vorbei. Viele andere sind gekommen und gegangen und mit ihnen die Bilder. Verstümmelte Leichen. Verkohlte Körper. Rennende Menschen. Blutende Menschen. Flüchtende Menschen. Menschenberge.
Und irgendwann einmal schaut man nicht mehr hin.
Mir geht es zuweilen so. Das oft auf diesem Planeten herrschende Grauen blende ich so weit wie möglich aus. Ein Blick auf die Schlagzeilen genügt. Mehr will ich nicht sehen. Und dann passiert es, dass mich die Propaganda der Krieger und Kriegstreiber einzulullen droht. Sauberer Krieg. Präziser Krieg. Chirurgischer Krieg. Krieg unter grösstmöglicher Schonung der Zivilbevölkerung. Verteidigungskrieg. Gerechtfertigter Krieg. Befreiungsaktion.
Und irgendwann einmal schaut man wieder hin. Ob man will oder nicht.
Gross im "Blick" das Foto eines toten Palästinenserkindes. Das kleine Gesicht des wohl kaum vierjährigen Menschleins so friedlich, als würde es Träumen. Auf den Lippen etwas Blut, als wäre es Konfitüre. Der Körper vom Schutt verborgen, als läge er unter einer Decke. Schlaf mein Kindlein, Schlaf. Träum Deinen Traum. Ich träume mit Dir.
Sauberer Krieg. Verteidigungskrieg. Dreckskrieg.
Weitere Infos:
www.palaestina.ch
http://friedensbewegung.zionismus.info/content.htm