Am kommenden Sonntag, dem 22. Mai, ist es soweit – man trifft sich zum Anti-Atom-Protest im Kanton Aargau. Endlich mal ein Grund, zwischen Zürich und Bern die Autobahn zu verlassen. Man wird feststellen: Der Aargau hat verdammt schöne Ecken! Und er hat zwei Kernkraftwerke, idyllisch in Flusslandschaften eingebettet.
Bevor wir nun aber losfahren, um sowohl besorgt als auch engagiert und natürlich auch fröhlich „Ausstieg sofort“ oder „Strom ohne Atom“ zu skandieren, bitte ich, folgende Checkliste unverbindlich einmal durchzugehen:
• Zu Hause alle Lichter gelöscht?
• Alle Standby-Geräte komplett ausgeschaltet?
• Den Computer runtergefahren?
• iPod, Handy, MP3-Player etc. entsorgt ?
• Elektrovelo gegen herkömmliches Fahrrad zurückgetauscht ?
• Tumbler zur Entsorgung im Fachgeschäft abgegeben?
• Malediven storniert?
• Auto verschrottet (nicht in den Osten exportiert!)?
• Gefrierschrank geleert und Stecker gezogen?
• Badewanne zubetoniert, Spardusche montiert?
• Arbeitsort direkt am Wohnort organisiert?
• Den kleineren statt den grösseren Fernseher gekauft?
• Gemüse, Fleisch, Milch, Eier und Brot zu Fuss beim Bauern nebenan geholt?
• Ferienpläne UHU (ums Huus ume) schon geschmiedet?
• Zweite Familie im eigenen Haus einquartiert?
• Das Wort „Sparen“ schon einmal ernsthaft in Erwägung gezogen?*
Falls Sie mindestens die Hälfte der nicht abschliessenden Liste mit „Ja“ beantworten konnten, sind Sie berechtigt, an der Anti-Atom-Demo ein Megaphon zu benutzen. Eins ohne Batterie, versteht sich!
*Unter „sparen“ verstehen die meisten Leute, dass man weiterlebt wie bisher – aber bewusst. 2,5 Milliarden Chinesen und Inder freuen sich auch schon darauf!
Fotos: Memkaos / flickr / cc, Max Braun / flickr / cc