Wie macht’s der Ospel?
Markus Kellenberger | Dienstag, 18.03.2008
Ich brüte über meiner Steuererklärung. Immerhin eine Angelegenheit von, sagen wir, zwei Stunden. Als Angestellter muss ich penibel die Zahlen auf meinem Lohnausweis in die entsprechenden
Spalten der Steuerformulare übertragen. Ist das geschafft, überlege ich mir, ob ich bei den Abzügen ein bisschen schummeln und die Spende an die Caritas von Fr. 100.- gegenüber dem Fiskus frech auf 200 verdoppeln soll. Vielleicht merkt‘s ja keiner!
Beim Ausbrüten dieses finsteren Planes gleiten meine Gedanken ein wenig ab. Wie, überlege ich mir, macht das wohl der Marcel Ospel? Setzt er die 40 Milliarden, die er und seine Superbanker in den Sand gesetzt haben, ehrlich von den Steuern ab – oder verdoppelt er sie und hofft, dass es keiner merkt?
Bild: © manwalk / PIXELIO
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