Wie finden Sie das neue "natürlich leben"?

Markus Kellenberger | Donnerstag, 30.04.2009

Nicht ohne Stolz gehe ich davon aus, dass Sie bemerkt haben, dass sich bei uns etwas geändert hat - und zwar schon auf der Titelseite. Schauen Sie sich das ganze neue Heft rechts auf dieser Website in aller Ruhe an - einfach drauf klicken! Nach fast 30 Jahren haben wir es gewagt, den Namen von «natürlich» mit dem Zusatz «leben» zu ergänzen, kurz: aus «natürlich» ist mit der aktuellen Mai-Ausgabe «natürlich leben» geworden.

Lebenskonzept in zwei Worten

«natürlich leben» ist für uns aber mehr als nur eine Spielerei mit dem Titel - es ist ein Lebenskonzept in zwei Worten, und es bringt auf den Punkt, wofür unser Magazin steht.

Das zeigt sich auch im neu gestalteten Innenteil. Wir haben für Titel und Texte warme, feminine und gut miteinander harmonierende Schriften gewählt, zur Hauptsache aus der Times- und der Hevetica-Familie. Schriften und Gestaltungselemente wie Boxen und Linien, sowie die Bildsprache vereinigen sich zu einem modernen Retrolook, denn «natürlich leben» soll nicht nur den Intellekt, sondern auch den Bauch ansprechen. Ein Heft zum Anfassen und geniessen - und ein Heft, das man gerne auf dem Salontischchen präsentiert.

Auf den Inhalt kommt es an

Doch was wäre ein schönes Heft ohne einen interessanten und gehaltvollen Inhalt? Eine Art Sandwich ohne Käse und Fleisch! Aus diesem Grund haben wir auch daran gefeilt. Neue Rubriken wie «Haus&Garten» und «Leben» ergänzen unsere Evergreens «Gesundheit» und «Natur». Insgesamt ist der Themenmix damit reichhaltiger, nutzwertiger und auch aktueller geworden und bietet allen, die «natürlich leben» wollen, Information und Inspiration für den Alltag.

Neue Autoren wie der Gartenphilosoph Remo Vetter oder die Romanschreiberin Nicole Amrein erweitern anregend und unterhaltend den Kreis unserer gestandenen Kolumnisten, wie beispielsweise Heinz Knieriemen, der die Lockungen der Lebensmittel- und die Verheissungen der Pharmaindustrie messerscharf analysiert.

Und jetzt sind Sie dran

Falls Sie sich nun fragen: «Warum tun die das?», so lautet meine Antwort: «Weil wir so gut wie nur möglich für unsere Leserinnen und Leser da sein wollen - am liebsten sogar noch besser!» Und dazu brauchen wir Ihre Hilfe. Bloggen Sie uns, loben Sie uns, kritisieren Sie uns und/oder beantworten Sie die nebenstehende Frage. Auf Ihre Rückmeldung sind wir vom «natürlich leben» natürlich gespannt.

Herzlich

Ihr Markus Kellenberger
Chefredaktor «natürlich leben»

Tags (Stichworte): Natürlich

Kommentare

  1. Von Stefan am Donnerstag, 30.04.2009 Lieber Herr Kellenberger

    Mir gefällt das neue Layout sehr gut. Herzliche Gratulation zum neuen Gesicht. Mit grossem Interesse habe ich die Öko-Lisa gelesen. Freue mich auf die künftigen Ausgaben. Bin sehr gespannt wie sich das Heft entwickelt.

    Einziger inhaltlicher Wermuthstropfen ist die Story über die komischen Geister. Aber ansonsten sehr gelungen - Gratulation Herr Kellenberger.

    Liebe Grüsse
    Ihr Stefan Meier, Unterlunkhofen
  2. Von Stettler am Freitag, 01.05.2009 Bravo! Bei der letzten Layoutänderung dachte ich: endlich! Und jetzt gefällt mir die neue Gestaltung von A bis Z. Der Retrolook ist gelungen und spricht mich sehr an. Auch der Inhalt, der glücklicherweise wie gewohnt abwechslungsreich und interessant ist.
    Am meisten habe ich mich über die
    - INSEKTENHOTEL-Geschichte gefreut. Sie regt einem wirklich an, im Garten ein solches zu bauen.
    - Und die GUTEN GEISTER waren längst fällig. In unserer von Geld und Gier dominierten Zeit braucht es Anregungen, einen anderen Weg zu gehen, und Menschen, die das auch wagen.
    - Ein Gewinn ist REMO VETTER. Da wird Gartenarbeit endlich so dargestellt, dass einem nicht schon beim Lesen der Schweiss ausbricht.
    - Und dann natürlich die anderen kritischen Geschichten wie MIGROS etc. und HEINZ KNIERIEMEN. Das ist Natürlich, wie es mir gefällt.
    Ich gratuliere Ihnen.
  3. Von LustigeFrau am Freitag, 01.05.2009 Mir gefällt, wie verschiedene Themen behandelt werden, jeweils von einer anderen Seite betrachtet. Wenn dabei ein Artikel mal mehr Fragen aufwirft als beantwortet, ist das ein erfrischender Kontrast zum Rationalen unserer Zeit, das uns -- trotz aller Logik -- vor einer irrationale Krise nämlich auch nicht hat bewahren können -- aber das nur nebenbei. Ich freue mich jedenfalls auf die nächste Ausgabe. Und auf neue Anregungen.
  4. Von Slartybart am Samstag, 02.05.2009 Welche Wohltat! Das Heft gefällt mir in Aufmachung und Inhalt wieder sehr gut. Die übersichtliche Gestaltung und die hervorragende Themenwahl tun mir echt gut nach all den Strapazen, die das Heft durchleben musste. Von mir aus können Sie jetzt die omnidynamischen Heftverhunzer (z.B. die, die das Heft mit der «Barcodegrippe», diesem unsäglich deplatzierten Grafikschnickschnack, zu strecken versuchten) endgültig aussperren, nicht dass sie innert Jahresfrist wieder Oberhand kriegen und uns mit neuen Lifestyle-Anbiederungen auf den Wecker gehen. Uns, meinem Geist, meiner Seele, meinem Körper und mir.

    Erstklassig auch die Idee «aktuelle Ausgabe online», echt, vom feinsten. Das ist der einzige bewegte Inhalt, von dem ich meinen Werbefresser AdBlockPlus zurückpfeifen musste. Auch das Login mit der Wahl, eingeloggt zu bleiben, finde ich eine gute Idee. Weniger Blend und Blitz - mehr Sinn: Mission completed. Fast, jedenfalls: Der untere Login-Link führt jetzt noch zum Seitenbeginn. Dort muss man dann nochmals Login wählen, um einen Stock höher zu rutschen und sich einloggen zu können. Dieser Zwischenschritt sollte noch eliminiert werden.

    Noch feiner - und künftig durchaus einen Extrahinweis wert - die Suchfunktion, die Zugriff auf ältere Artikel ermöglicht. Deutlich besser als die Vorschläge, die ich nach den Einstellen des gedruckten Verzeichnisses gemacht habe.

    Chappeau, weiter so! (oder eben nicht weiter, denn so was gutes verbessern zu wollen, kann nur schlecht rauskommen).

    Was mir persönlich allerdings ein Ärgernis ist und verhindert, dass ich am Arbeitsplatz diese Site benutzen kann, ist dieses dämliche Schnupperabo-Fenster. Ich lebe an meinem Brotjob-Arbeitsplatz nämlich in geistig engen Verhältnissen: Intranet erforderlich - Internet verboten. Wenn mein BBM-Sensor (BesserBezahlterMitarbeiter) Alarm schlägt, reicht es häufig noch, natuerlich-online zu schliessen, aber - oh KatzenscheisseImFrühzuchtbeet - dieses dumme Fenster stellt mich an den Pranger!
    Wenn die Maschine mich schon kennt - oder mindestens vorgibt, das zu tun - sollte es doch möglich sein, «Stammkunden» das Schnupperabo-Fenster zu ersparen. Können Sie mal ein Wort für mich einlegen?
  5. Von kellenberger am Montag, 04.05.2009 Liebe Bloggerinnen und Blogger

    Danke für die bisher verteilten Blumen. So sehr sie mich freuen, machen sie mich aber auch misstrauisch. Haben wir wirklich alles (zumindest das Meiste) gut gemacht - oder rüsten die Kritiker sich noch auf? Auch telefonisch und per Mail sind bisher nur lobende Meinungen bei mir eingetroffen. Sollen wir jetzt schon den Champagner aus dem Kühlschrank nehmen?
  6. Von Slartybart am Montag, 04.05.2009 Lieber Herr Kellenberger
    Flasche schütteln und leicht schräg in Richtung Biberstein halten. Der Herr findet diesen Blog nicht so gut, und auch einiges anderes in der Welt nicht, zum Beispiel Relaunches... www.textatelier.com kann Ihnen weiterhelfen.
  7. Von kellenberger am Dienstag, 05.05.2009 Lieber Slartybart
    Danke für den Tipp. Was "der Herr" schreibt ( http://www.textatelier.com/index.php?id=996&blognr=2935 ), finde ich sehr lesens- und auch überlegenswert. Individualität ist es, was den Menschen im Lauf seiner Entwicklungsgeschichte stark gemacht hat, insbesondere seine Fähigkeit, alles und jedes von verschiedenen Standpunkten an anzuschauen. Vereint mit der Fähigkeit zur Kooperation erwachsen daraus Produkte (und Ideen) mit Langzeitwert.
  8. Von caramba am Dienstag, 05.05.2009 Mit Genuss habe ich soeben den Artikel "gute Geister" gelesen. Irène Zumsteg hat den Mut, Dinge beim Namen zu nennen über die unsere Gesellschaft schweigt. Mehr als das. Unsere Gesellschaft festigt Werte und Sicherheiten, auf die langfristig kein Verlass ist. Doch nur wenige trauen sich, über längerfristige Werte wie Herzlichkeit, Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Zugang zum inneren Wissen zu sprechen, geschweige denn darüber zu schreiben und es zu veröffentlichen. Das braucht Mut, denn zu vielen rüttelt es am vermeintlich sicheren Kartenhaus. Sie vernichten solche Ansichten als religiös und esoterisch. Es wäre schön, wenn wir Leser auch weiterhin ab und zu Artikel dieser Art zu lesen bekommen.
  9. Von kellenberger am Samstag, 09.05.2009 Übrigens: Haben Sie auch bemerkt, dass sich unsere Homepage wandelt? Scrollen Sie mal nach unten, besonders dann, wenn Ihnen Sie heute Gäste eingeladen haben und noch nicht wissen, was auf den Tisch kommt. Und falls Sie dann eines der Rezepte ausprobieren, nähme mich das Resultat durchaus wunder. Nicht, dass Sie mich deswegen einladen müssten...
    Ich halte es als Mann und Schweizer dieses Wochenende mit dem Grillen. Fleisch natürlich. Meine Geliebte sorgt für den gesunden Teil, Salat und Gemüse. Insofern leben wir tatsächlich eine strenge Rollenteilung.
    Aber soviel sei schon mal verraten: im einem der nächsten "natürlich leben" befassen wir uns mit dem Thema "Vegetarisch grillen" - für mich bisher ein Widerspruch in sich, aus männlicher Sicht ein Ding der Unmöglichkeit (ist irgendwie wie alkoholfreies Bier) und dennoch: Ich bin gespannt, den zum Lernen ist man(n) ja nie alt genug.
    Aber kommen wir zurück zum Heft. Was Leserinnen und Leser lesen wollen und was nicht - das fragen wir uns bei jeder Ausgabe. Am besten aber fragen wir doch gleich Sie: Was sind Ihre Wunschthemen, Wunschreportagen, Wunschinhalte? Mehr von diesem oder lieber mehr von jenem? Ich wills wissen!
  10. Von Stettler am Sonntag, 10.05.2009 Mehr Menschliches, das ist es, was ich mir vom Natürlich wünsche. Mehr Menschen mit interessanten Gedanken. Ihr neues Heft ist ein gutes Beispiel dafür, wie ich mir Ihr Heft vorstelle. Praktische Informationen und Seelennahrung. Das bietet kein anderes Heft auf dem Markt.
    Eine Wunschreportage hätte ich aber: Eine Freundin von mir ist schwer krank. Wir alle, ihre Familie und ihre Freunde versuchen gemeinsam damit umzugehen und sie auf diesem wahrscheinlich letzten Weg zu begleiten. Der Tod wird in unserer Gesellschaft verdrängt - vielleicht könnten Sie im Natürlich darüber berichten, und auch, wie man damit umgehen kann.
  11. Von old-timer am Montag, 11.05.2009 «Schon wieder so eine Gratis-Pseudo-Ökozeitschrift», dachte ich, als ich «Natürlich leben» in den Händen hielt. Dann aber musste ich leider feststellen, dass es sich doch um das ehemalige «Natürlich» handelte. Aber dieses «Natürlich» hatte ich nie abonniert. Schon längere Zeit hatte ich den Eindruck, dass das einst stolze Flaggschiff der Alternativmedizin- und Ökoszene in seichten Gewässern herumdümpelt, aber mit dem neuesten Wurf hat das Magazin nun endgültig Schiffbruch erlitten. Schade, schade – die Herren Knieriemen und Hess hatten es verstanden, ein lesenswertes Magazin zu produzieren, das andere Verleger inspirierte. Heute kopiert «Natürlich» Geschichten, die in dieser Zeitschrift nichts verloren haben, wie z.B. der Artikel zu Aldi, Lidl und Co. oder der Ökolisa. Dann die Einleitungsseiten zu den einzelnen Rubriken: Eigentlich eine gute Idee, aber die inhaltlosen Texte, ergänzt mit fragwürdigen Symbolbildern, ergeben reines Füllmaterial. Dabei gäbe es genügend Artikel im Heft, denen dieser zusätzliche Raum gut getan hätte. So verkommt das Natürlich zum Konsumentenmagazin oder zum deutschen Klatschheftli.
    In der April-Ausgabe schreibt Ihr im Artikel zum Kolonialwarengeschäft Schwarzenbach: «Hier wird nicht auf der Welle des kurzfristigen Erfolgs geritten, verfolgt vom Zwang ständiger Veränderung und Erneuerung. Nicht In-Sein ist angesagt, sondern Sich-selbst-Bleiben, anders als die andern. Das konsequente Verfolgen der persönlichen Note und der Tradition geniesst deshalb heute schon fast Kultstatus.» Genau dieser Leitsatz würde dem «Natürlich» gut anstehen. Nutzt diese Chance und kehrt zurück zu den Wurzeln - ansonsten: Gute Nacht «Natürlich»..
    A. Hofer, Rheinfelden
  12. Von kellenberger am Dienstag, 12.05.2009 Sehr geehrter Herr Hofer
    Vor den Herren Hess/Knieriemen ziehe ich gerne den Hut. Die beiden haben es verstanden, in ihrer Zeit ein einzigartiges Magazin zu prägen. Doch diese Zeiten sind längst vorbei, und das ist gut so, denn: vieles, was zu dieser Zeit eine Minderheit bewegte, nämlich Themen zu Ökologie und zur Naturheilkunde, ist heute mehrheitsfähig geworden.
    Nun, auf den ersten Blick mag dies ein Verlust sein, ist mit dieser Entwicklung doch auch ein bisschen "Kampfgeist" und vor allem auch dieses verbindende Gefühl des "Anderssein" verloren gegangen. Auf den zweiten Blick aber ist genau diese Breite auch die Chance, die unsere Welt verdient hat.
    Natürlich ist dabei auch vieles sehr oberflächlich geworden. Ich denke dabei an die "Klimakonzerte" und an die Sparlampen-Hysterie, in der sich bei vielen Mitmenschen das Engagement für eine bessere, gesündere und gerechtere Welt erschöpft hat - doch dabei dürfen wir es nicht bewenden lassen. Wir vom "natürlich leben" wissen das. Wir wissen aber auch, dass die Radikalmethode nicht mehr zieht, dies nicht zuletzt deshalb, weil viele von uns einen täglichen Spagat üben zwischen dem, was ihnen das Gewissen rät und dem, was der Alltag zulässt.
    Unsere Aufgabe ist, diesen Menschen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, damit sich aus ihrer Turnübung langsam, dafür aber nachhaltig, ein ganzheitliches Lebensgefühl einstellt. Wir müssen nicht die Überzeugten überzeugen, sondern die Unentschlossenen stärken - und das gelingt nicht mit der Fundamentalistenkeule.

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