Sparen bei den Krankenkassenprämien und der HPV-Impfung

Markus Kellenberger | Donnerstag, 28.08.2008

Aua!
Die Krankenkassenprämien schlagen wieder auf, dabei war ich heuer noch gar nie beim Arzt. Sie vielleicht? Nein? Wer hat dann Schuld am allgemeinen Ärgernis? Logo! Es sind die andern, darum wollen wir uns darüber gar nicht erst lange auslassen. Denen, die wegen jedem Wehwehchen gleich zum Doktor springen, und glauben, der habe neue Herzen, frische Lebern und spritzige Nieren auf Vorrat und im Sonderangebot im Schrank, ist sowieso nicht mehr zu helfen. Falls Sie wissen möchten, wie gross der Prämienanstieg ist, den Ihnen all die Hypochonder diesmal bescheren, können Sie das bei Comparis oder Santesuisse nachforschen.

Mein Spartipp
Fast zeitgleich mit der Schreckensmeldung über die steigenden KK-Prämien erreichte mich auch die Nachricht, dass sich die Hausärzte in verschiedenen Kantonen weigern, die von den Gesundheitsdirektoren abgesegnete HPV-Impfung für Mädchen durchzuführen (unsere Meinung dazu  im "Natürlich" 7-08). Der Grund: Sie verdienen an jeder der teuren Impfungen nur gerade 16 Franken. Das reiche, so der Präsident der Ärztevereinigung FMH, gerade mal für einen ärztlichen Händedruck zur Begrüssung. Bei einem durchschnittlichen jährlichen Ärzteeinkommen von etwa 170'000 Franken kommt es schliesslich auf jeden Rappen an!

Mein Spartipp: Verzichten Sie künftig darauf, Ihrem Arzt die Hand zu schütteln. Bestehen Sie aber ausdrücklich darauf, dass diese "Nichtleistung" bei der Rechnungsstellung entsprechend abgezogen wird (ca. 5 Taxpunkte). Bei insgesamt rund einer Million Ärztekonsultationen im Jahr entspricht das einer Einsparung
im Gesundheitswesen von 15 Millionen Franken - immerhin!

Und falls Sie finden, der Wert eines ärztlichen Händedrucks sei über- oder unterbewertet, schreiben sie der FMH-Vereinigung doch ein kurzes Mail (infono spam please@no spam pleasefmh.ch). Die werden sich sicher freuen.

Aber jetzt noch mal zu uns! Was tun Sie gegen die steigenden Krankenkassenprämien?

Bilder: ©  MSP, Konstantin Gassmann / PIXELIO

Tags (Stichworte): ÄrzteGesundheitGesundheitswesenHPV-ImpfungImpfenKrankenkasse

Kommentare

  1. Von Stettler am Donnerstag, 04.09.2008 Mein Megatipp: Einfach nicht krank werden. TV-Konsum einschränken. Viel spazieren gehen. Täglich ein Glas Wein. Regelmässig schöner Sex mit einem Menschen, den man liebt. Arztpraxen weiträumig umgehen. Gesundheitssendungen am TV konsequent auslassen, ebenso entsprechende Magazine.

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