Sex, Drogen oder Wetter?

Markus Kellenberger | Freitag, 30.05.2008

Was möchten Sie eigentlich von mir lesen? Ich bin mir da manchmal gar nicht im Klaren darüber. Darum habe ich mich entschlossen, zu einem aus Funk- und Fernsehen bekannten Mittel zu greifen, nämlich jenem des sogenannten "Wunschfilms". Doch anstelle eines zum x-ten Mal wiederholten TV-Schunkens, biete ich Ihnen Einsichten in mein Seelenleben und meine nicht immer gloriose Vergangenheit an. Sie entscheiden - ich schreibe - Sie kommentieren.

Also los: Was möchten Sie nächstens von mir erfahren?
• Warum ich Drogen nahm und das eine Zeit lang auch wunderbar fand!
• Warum ich mich als emanzipiert betrachte, aber Frauen jahrelang belog, betrog und als Objekte behandelte!
•  Warum ich Blocher als eine Gefahr für die Schweiz und Leuenberger als einen linken Sesselkleber halte!
•  Oder (das die Option für die ganz Vorsichtigen) warum ich gerne nackt im Regen tanze!

Stimmen Sie bei der Umfrage in der rechten Spalte ab oder geben Sie einen Kommentar ab und sagen Sie was Sie von mir hören wollen! Ich warte!

Tags (Stichworte): DrogenPolitikSexUmfrageWunschfilm

Kommentare

  1. Von Slartybart am Samstag, 31.05.2008 Grüezi Herr Kellenberger

    Ob Ihr neustes Blog-Thema wohl Anzeichen eines Lernprozesses sind? Möglicherweise beginnen Sie zu merken, dass es in eine Sackgasse führt, den Natürlich-Blog dermassen produktiv zu betreiben, dass einem manchmal kaum Zeit bleibt, um einen Kommentar zu schreiben. Nicht jeder Teilnehmer ist ein Profi-Schreiberling, dem die Worte nur so aus der Hand fliessen. Und es ist gelinde gesagt schon ein bisschen frustrierend, wenn man eine Zeit lang über einem Thema gebrütet und endlich einen einigermassen lesbaren Text zusammengeleimt hat, um danach festzustellen, dass dieser eine Halbwertszeit von ein paar wenigen Stunden hat. Ja, ja, weg ist nicht weg, es gibt ja noch das Archiv. Aber, wenn schon immer die mehr oder weniger gleiche «Familie» in die Tasten haut, wer um Himmels Willen schaut sich dann noch die archivierten Beiträge an?

    Für den «Natürlich»-Blog meine ich persönlich, weniger wäre mehr. Ich gestehe ein, ein Blog ist ein kurzlebiges Gefäss. Als EIN Arbeitsmittel durchaus ein sinnvolles Element, gerade auch wegen der Möglichkeit, damit ein bisschen provozieren zu können. Was kurzlebig ist, erregt die Gemüter nicht allzu lange. Aber eigentlich ist das «Natürlich» als Zeitschrift eher von der anderen Sorte. Ein Blog überlebt kaum das nächste Backup, Artikel im «Natürlich» lassen sich hingegen auch nach Jahren noch gewinnbringend verwerten.

    Mit Themen wie Sex, Drogen oder Wetter sind Sie schon gut bei den Leuten. Nur dürfte sich der langjährige «Natürlich»-Leser höchstens vom letzteren angezogen fühlen. Der liebe Gott wäre auch noch so ein feisses Thema, aber daran haben sich in Aarau schon andere Leute fast die Finger verbrannt.

    Einsichten in Ihr Seelenleben? Ja natürlich interessiert mich das! Ich erwähne jetzt absichtlich nicht, womit ich mir neben meinem Brotjob noch die Zeit vertreibe... Ich finde alle vorgeschlagenen Themen sehr interessant.

    Nur ist es leider so, dass, wer sich outet, Gefahr läuft, an seinen Worten aufgehängt zu werden. Das Leben lehrt, dass man in gewissen Geländen am besten kriecht, wenn man nicht stolpern will. Wer in persönlichen Dingen sehr offen ist, muss sich das erlauben können, denn wirklich ehrliche Leute sind heutzutage rar. Petzen und intrigieren ist viel gefragter und - spätestens wenn wirtschaftliche Argumente dazukommen - immer erfolgreich, denn es gibt nur eine Droge, die die Welt wirklich beherrscht.

    Nun denn, wenn die Einladung so konkret ist: Die Geschichte vom bösen Buben Markus, seinen Frauen, seinen Kifforgien und die Definition des emanzipierten Mannes interessieren mich am meisten. Und natürlich freue ich mich schon auf den «Natürlich»-Video-Blog: Markus Kellenberger nackt im Regen tanzend! Ich geh\' nur noch schnell Chips einkaufen.
  2. Von Stettler am Samstag, 31.05.2008 Lieber Herr Kellenberger

    Als eine einst Belogene und Betrogene nimmt mich dieser Part ihres Lebens extrem wunder. Was denken sich die Männer eigentlich, wenn sie uns am Morgen liegen lassen - und entgegen allen Versprechungen weder anrufen noch das Telefon abnehmen? Vielleicht können Sie mich erhellen. Und falls Slartybart noch ein paar Chips mehr mitbringt...
  3. Von Skydiver am Samstag, 31.05.2008 Lieber Herr Kellenberger

    Als Nächstes? Alle vorgeschlagenen Themen, in beliebiger Reihenfolge. Und einige dazu: Gedanken eben, die bewegen. Ihre Gedanken tun das!

    Übrigens, Slartybart, im Gegensatz zum Magazin ist ein Blog so flüchtig wie eine Agenda, stimmt. Ein Tag folgt auf den anderen. Die Welt dreht sich halt weiter. Und das Heute hat zwangsläufig eine stärkere Präsenz als das Gestern. Nur, und das ist das Wesentliche: das Heute ist aus dem Gestern entstanden – Gedanken kennen keine Agenda, die bestimmen mit, was morgen passiert. Deshalb sind die Gedanken zum Tag oder zur Woche, gerade mutige oder originelle Gedanken, nicht flüchtig. Einmal gedacht, bleiben sie das, was sie sind: Einsicht, Angebot, Anregung, Provokation oder Vorschlag zur Betrachtung.

    Und genau das gefällt mir am Natürlich-Blog: Aussergewöhnliche Gedanken zum Tag. Persönliche Betrachtungen zur Woche. Oder auch zur aktuellen Situation des Weltgeschehens. Je nach dem, jedenfalls gemacht zum Weiterdenken – über den Tag und über die Woche hinaus. Die bleiben schliesslich jederzeit nachlesbar, sauber aufgereiht zur gedanklichen Perlenkette im Blog. Und der nächste Gedanke nimmt dem letzten nichts von seiner Brisanz oder Bedeutung. Er zeigt nur, dass sich die Welt schnell dreht und Menschen deshalb immer wieder neue Gedanken denken. Ich möchte sie lesen, als Teil meiner Agenda, die jeden umgeblätterten Tag gegen einen starken Gedanken eintauscht. Letzterer nimmt ersterem die Flüchtigkeit – der Tag ist wohl Vergangenheit, klar. Ist er aber genutzt worden, bestimmt er die Zukunft mit.

    Aber Herr Kellenberger wollte eigentlich nur das Voting für den „Wunschfilm“ haben. Gut, ich wünsche mir alle. Und, wie Stettler richtig anmerkt, kauft Slartybart genügend Chips ein, schiebt er auch uns und anderen Zuhörern und Zuschauern ein paar der knusprigen Teile rüber. Durchwegs erfreuliche Aussichten!

  4. Von Yol am Sonntag, 01.06.2008 Hallo Herr Kellenberger, ich möchte das von Ihnen hören, was Sie in diesem Moment am meisten beschäftigt. Das ist ist doch bisher ganz gut gelaufen, machen Sie einfach weiter so.
  5. Von Taipan am Montag, 02.06.2008 Hallo Herr Kellenberger

    Da kommen doch gleich nostalgische Gefühle hoch! Der Wunschfilm war ja eine der ersten interaktiven Möglichkeiten für die bis dahin zur Passivität verdammten Fernsehzuschauer. Als junger Bengel hoffte ich damals immer, dass die vier Fäuste von Bud Spencer und Terence Hill oder der wunderbare Inspector Clouseau zum Einsatz kommen würden. Leider machte meist \"Die Mädchen von Immenhof\" oder ein anderer grässlicher Heimat-Schunken das Rennen. Aber zurück zum Thema...

    Dass sie anbieten, die Fehltritte in ihren Beziehungen zur Diskussion zu stellen, finde ich sehr mutig. Ohne Zweifel ist dies ein Thema, das niemanden kalt lässt. Schliesslich haben wir alle schöne und auch unschöne Erfahrungen auf diesem Gebiet gemacht. Grundsätzlich finde ich es aber weniger wichtig, welche Themen Sie setzen, sondern wie Sie es tun. Dies ist Ihre Spielwiese, wo sie frisch von der Leber weg argumentieren, erzählen oder sinnieren können. Auch ruhig mal unkonventionell oder provokativ. Das gefällt mir. Spannend finde ich persönlich auch, wenn sie aktuelle Ereignisse und Entwicklungen aufgreifen. Wie es so schön heisst, Eisen soll man schmieden wenn es heiss ist. Um damit zu Ihrer Auswahl zurückzukehren, auf altem Eisen wie Blocher und Leuenberger rumzukloppen bringt nichts ausser Kopfschmerzen.

    PS: Von Ihrem Regentanz möchte ich bei allem Respekt gerne verschont bleiben. Ich bin mir aber sicher, dass Ihnen die You Tube-Gemeinde in dieser Sache gerne Asyl bieten würde. ;-)
  6. Von kellenberger am Montag, 02.06.2008 Liebe Mitblogger

    Danke für Eure Kommentare. Ich stelle fest: Die leise Lust auf Boulevard köchelt in Euch allen, je nach dem ein bisschen mit dem Wunsch nach mehr oder weniger Intellektualität und Intelligenz gepaart - und in einigen Fällen mit dem tiefen helvetischen Sehnen nach dem Fünfer und dem Weggli, will heissen, nach allem. Bevor ich nun aber meine (geistigen) Hosen herunterlasse, erlaube ich mir, noch den einen oder andern Kommentar abzuwarten. Und: Falls wir hier in den nächsten Tagen tatsächlich höchst persönlich werden sollten, erwarte ich von Euch ein kleines Gleich...na?
  7. Von Sonya am Montag, 02.06.2008 Gemacht, lieber Herr Kellenberger, öffnen Sie Ihre persönliche(n) Schatztruhe(n) und wir werden mit unseren Rückspielen nicht geizen.
  8. Von kellenberger am Mittwoch, 04.06.2008 Liebe Mitblogger
    Gebt mir noch die Chance, mich einen Tag zu sammeln. Ein Blick auf das Umfragetool zeigt mir, dass Euch mein Leben mit Frauen am meisten interessiert. Eigentlich ein bisschen enttäuschend, zeigt sich doch hier auch die simple Wahrheit: \"Sex sells!\" Seltsamer Kontrast dazu: Nackt will mich kaum jemand sehen. Das will näher erforscht sein. Sind zuwenig Frauen im Web? Oder stimmt die Behauptung, dass sich Frauen - im Gegensatz zu Männern natürlich - tatsächlich mehr für innere Werte und Welten interessieren?

Kommentar schreiben (Lesen Sie bitte unsere Regeln)

Sie haben noch kein Username und Passwort? Hier können Sie sich kostenlos bei «Natürlich» registrieren.

Natürlich im Mai 2012


Inhalt

Vorschau
Archiv

Schnupper Abo
4 Ausgaben für 20 Franken
Jetzt profitieren!

Aboservice

Werbung
Werbung

Natürlich Essen

Rezept der Woche: 27. April 2012

Spargeln im Strudelteig


Die Natürlich Bilder Galerie