Richtig kompostieren
Häufige Irrtümer beim Kompostieren richtiggestellt.
1. Baum- und Strauchhäcksel gehören nicht auf den Kompost
Auf Häckselgut als Strukturmaterial kann bei fachgerechtem Kompostieren nicht verzichtet werden. Wichtig ist es, dieses genügend zu zerkleinern und mit dem restlichen Material zu mischen, den Kompost feucht zu halten und immer zuzudecken.
2. Unkraut darf man nicht kompostieren
Bei sorgfältiger Kompostierung verrottet jede beliebige Menge Unkraut genau so gut wie anderes Gartengrün. Bei Wurzelunkräutern wie Winden oder Löwenzahn lässt man die Wurzeln und Ausläufer zuerst verdorren und zerhackt und kompos tiert sie anschliessend. Unkräuter enthalten wertvolle Inhaltsstoffe, welche die Qualität des Komposts positiv beeinflussen.
3. Kompost muss mindestens zwei Jahre alt sein, bevor man ihn anwenden kann
Ein Kompost erreicht bei guter Pflege meist bereits nach wenigen Monaten Wurzelverträglichkeit. Während der Kompostierung entstehen zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe, die der Pflanzen- und Bodengesundheit zugute kommen. Mit zunehmendem Alter werden diese Stoffe abgebaut.
4. Schalen von Zitrusfrüchten verrotten nicht und schaden wegen ihrer Giftstoffe dem Kompost
Obstschalen sind Schutzhüllen, die von Natur aus mit zahlreichen Abwehrstoffen gegen Pilze und Bakterien ausgestattet sind. Deshalb verrotten unzerkleinerte Schalen von Zitrusfrüchten nur sehr langsam. An den Riss- und Schneidflächen fehlen die Schutzstoffe und die Kompostmikroorganismen können ungehemmt angreifen. Je kleiner die Stücke, desto rascher sind sie zersetzt. Die heute verwendeten Schalenbehandlungsmittel sind Chemikalien, die beim Kompostieren keine Probleme verursachen. Im Kompost sind sie schon nach kurzer Zeit nicht mehr nachweisbar.
5. Regen ist gut für den Kompost
Ein gut gepflegter Kompost muss immer mit einem zuverlässigen Licht- und Regenschutz zugedeckt sein. Für die richtige Feuchtigkeit des Rottekörpers ist nicht das Wetter verantwortlich, sondern der Gärtner: Im Gegensatz zum Wetter kann er beurteilen und entscheiden, ob sein Kompost Wasser braucht oder nicht. Der Lichtschutz ist deshalb nötig, weil die im Kompost tätigen Bodenorganismen zumeist lichtscheu und lichtempfindlich sind.
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