Papillomaviren: Warzen und der Gebärmutterhalskrebs

Heinz Knieriemen | Ausgabe 1 - 2009

Warzen sind ansteckend und können sich über sexuelle und Hautkontakte vermehren. Schuld daran ist das Papillomavirus, das mit der grossen Familie der Herpesviren verwandt ist.

Die Welt der Viren bildet einen eigenen Mikrokosmos. In Grösse, Form und Aufbau zeigen sich die Keime unterschiedlich. Das Gebärmutterhalskrebs erzeugende Papillomavirus sieht ähnlich den verwandten Herpes-, Adeno- und Parvoviren wie akkurat computergezeichnete Strukturen in Form eines Ikosaeders aus, eines geometrischen Körpers mit 20 Flächen. Viren können sich nicht selbstständig vermehren, sondern nur über die Zellen anderer Lebewesen. Papillomaviren werden zumeist durch direkten Kontakt (Speichel, Geschlechtsverkehr) übertragen. Sie sind sehr stabil und können sich auch indirekt über kontaminierte Böden, Schwimmbadränder usw. verbreiten. Bei einer infizierten Person werden Warzen auch von einer Körperstelle auf die andere übertragen.

Seit 1995 ist bekannt, dass nicht alle Warzen, die Haut und Schleimhäute befallen, durch den gleichen Virustyp ausgelöst werden. Die humanen Papillomaviren (HPV) sind auf den Menschen bezogen; sie zeigen darüber hinaus aber auch eine gewisse Vorliebe für bestimmte Körperstellen.

Mittlerweile sind mehr als 60 humane Papillo-maviren identifiziert und durchnummeriert. HPV 1 und 4 tendieren dazu, Fusssohlen und Zehen zu infizieren. Doch trotz aller desinfi-zierenden Sprayerei in Hallenbädern oder Umkleidekabinen zeigen sich die lästigen Warzen resistent.

HPV 6, 11 und 32 infizieren regelmässig den Genitalbereich. Sie werden durch Geschlechts-verkehr, aber auch über resistente Keime, bei-spielsweise in Spitälern, verbreitet. Auch sie bleiben trotz der genauen Zuordnung ein gar nicht so seltenes lästiges Übel.

HPV 16 und HPV 18 sowie HPV 31 und HPV 45 werden für die Entstehung von Gebär-mutterhalskrebs verantwortlich gemacht. «Mit einer hohen Durchimpfung gegen Gebär-mutterhalskrebs verursachende humane Papillomaviren werden jährlich 160 Fälle von Gebärmutterhalskrebs, rund 50 Todesfälle und 2000 chirurgische Eingriffe wegen Krebs-vorstufen verhindert», verspricht das bei Impf-strategien wie immer euphorische Bundesamt für Gesundheit (BAG).

Allerdings wird nirgends erklärt, auf welchen Fakten die Zahlen des BAG beruhen. Es gibt keine Langzeiterfahrung mit der Impfung, die Virusidentifikation birgt viele unsichere Fakto-ren und schliesslich werden der Impfung be-reits mehrere Todesfälle und neurologische Schäden angelastet. Allein die amerikanische Arzneimittelbehörde dokumentierte zehn Todesfälle in Verbindung mit dem dort seit Sommer 2006 erhältlichen HPV-Impfstoff. Zudem sind die Zusammenhänge keineswegs wissenschaftlich geklärt. Es gibt keinerlei gesicherte Fakten, dass die Gebärmutterhals-krebsimpfung nützt, auch keine, dass sie nicht schadet.

Die Wirkung der Impfung werde von vielen Medizinern massiv überschätzt und könnte zu fatalen Fehleinschätzungen führen, sagt das Frauen-Gesundheitszentrum Berlin. Wieder einmal werde mit einem gering erprobten Medikament ein lukratives Geschäft gemacht – mit dem Risiko der Gesundheitsgefährdung von Mädchen und Frauen.

 

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Autor
Heinz Knieriemen ist Spezialist für Gesundheits- und Ernährungsthemen und setzt sich seit Jahren kritisch mit den Methoden und Auswirkungen der Schulmedizin auseinander. Im AT Verlag hat er mehrere Bücher herausgegeben.
Der vorliegende Artikel ist in Zusammenarbeit mit dem Mediziner Johannes G. Schmidt entstanden, der in Einsiedeln eine Allgemeinpraxis führt. Er studierte mit Unterstützung des Nationalfonds in Australien klinische Epidemiologie und gründete 1993 die Stiftung Paracelsus Heute (www.paracelsus-heute.ch). Die Stiftung verfolgt die Förderung einer zeitgemässen Beurteilung medizinischen Wissens in der Absicht, Ärzten und Patienten Kenntnisse und den Mut zu geben, trotz der vielfach geschürten Angst vor Krankheiten auf unnütze medizinische Untersuchungen und Behandlungen zu verzichten. Es zeigt sich, dass vor allem viele Check-up- und Routineuntersuchungen unnütz sind und durch häufige Falschinterpretationen gesundheitliche Nachteile in sich bergen.

 

 


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