Nichts für Würstchen
Grüner Spargel, Halloumi-Mango-Spiesschen oder Gemüsepäckchen mit Feta – vegetarisch grillen ist gesund und trifft den Zeitgeist.
Manch einer meint, Vegetarier hätten nichts zu grillen. Von wegen! Wer auf Fleisch verzichtet, braucht das Grillvergnügen nicht zu missen. Oliver Schupp, Koch und Besitzer des Hotel-Restaurants „Zum Hirschen, ist davon überzeugt: Auch am Grill kann man fleischlos glücklich sein. «Die vegetarische Kost ist häufig vitaminreicher und weniger fettig als Fleischgerichte. In einer Zeit, in der sich immer mehr Menschen der Bedeutung ihrer Ernährung bewusst sind, liegt vegetarisch Grillen im Trend», ist er überzeugt.
Surftipps
• Rezepte fürs Grillen mit Gemüse
• Vegan grillieren
Gut einfetten
Bei Gemüse und Obst dürfe man nicht mit Öl oder Butter sparen, da es sonst austrockne. Für Gemüse ist Öl, für Obst Margarine am besten geeignet – bei Bedarf auch während des Grillens damit bestreichen.
Vegetarische Menüs vom Grill für 4 Personen, Rezepte von Oliver Schupp
Halloumi-Gemüse-Spiess
Zutaten
• 500 g Halloumi
• 1 Zucchetti
• 1 Peperoni
Zubereitung
Gemüse in Scheiben schneiden, Käse würfeln. Abwechselnd auf einen Spiess reihen. Vor und während dem Grillen mit Sonnenblumenöl bestreichen. Dazu passen Bratkartoffeln und ein leckerer Wildkräutersalat.
Die Marinade machts
Gemüse und Obst kann wie Fleisch direkt auf dem Rost gegrillt werden. Beides sollte immer so frisch wie möglich zubereitet werden. Um es etwas schonender zu grillen, legt man das Grillgut auf Alufolie oder besser auf frische Bananenblätter oder in einen speziellen Wok-Aufsatz für den Grill. Geeignete Spiesse sind aus Metall und haben Kanten, damit sich das Grillgut nicht drehen kann. Damit das Gemüse beim Grillen nicht nur Geschmack, sondern auch Vitamine und Mineralstoffe behält, sollte es nicht zu heiss und nicht zu lange gegrillt werden. «Es soll nur solange auf dem Rost bleiben, bis es eine schöne Farbe hat», sagt Schupp. «Es genügt, das Grillgut mit etwas Öl einzureiben», sagt er. «Doch in einer speziellen Marinade liegt oft das Geheimnis der Meisterköche am Grill.
Grilltipps – auch für Fleischesser
• Der Glut Zeit lassen
Man sollte warten, bis die Kohle eine dünne weisse Ascheschicht aufweist, bevor man das Grillgut auf den Rost legt.
• Geeignetes Öl
Olivenöl eignet sich nicht zum Marinieren, da es einen zu starken Eigengeschmack hat. Besser Sonnenblumenöl oder Distelöl verwenden.
• Reinigung
Die Rostreinigung ist wohl die unbeliebteste Aufgabe beim Grillen. So geht es leichter: Abends den Rost in nasse Zeitungen einlegen und erst am nächsten Morgen reinigen.
• Vorsicht beim Grillen
Auf keinen Fall flüssige Grillanzünder wie Spiritus oder Benzin benutzen. Auf Kinder aufpassen und sie frühzeitig darauf auf¬merksam machen, dass der Grill heiss ist.
Leserangebot
Unseren Lesern offerieren wir das neue Kochbuch aus dem Hause Hiltl, der Schweizer Adresse für hochstehende vegetarische Küche, «Vegetarisch. Die Welt zu Gast» zum Vorzugspreis.
Ökologisch grillen
Da kein Besteck dazu nötig ist, sind folgende Grilladen praktisch für das Picknickfeuer unterwegs: Maiskolben, Süsskartoffeln, Tofuwurst und der zypriotische Käse Halloumi, ein halbfester Schnittkäse, der aus Schafs-, Ziegen- oder Kuhmilch oder einer Mischung davon hergestellt wird. Er schmilzt auch bei höheren Temperaturen nicht. Auch beim Grillen kann man auf die Umwelt achten. Verwendet man Grillkohle mit FSC-Siegel, garantiert das Forest Stewardship Council (FSC) eine nachhaltige Waldbewirtschaftung und steht für Holzprodukte, bei deren Herstellung soziale und ökologische Kriterien beachtet wurden. Bei der Verbrennung chemischer Zündhilfen, Papier oder Kiefernzapfen werden krebserregende Stoffe freigesetzt. Stattdessen sollten Pressholz mit Öl oder Wachs, Reisig oder Holzspäne verwendet werden.
Literatur
• Susanne Bodensteiner: «Veggie Grillen», Gräfe und Unzer 2009, Fr. 9.50
• Jutta Grimm: «Vegetarisch grillen», Pala-Verlag 2008, Fr. 17.90
Fotos: © mauritius images / fotolia.com / Andreas Krebs
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