Meister Lampes Not
Der Feldhase ist in der Schweiz selten geworden und die Bestände harren auf tiefem Niveau. Das zeigen die diesjährigen Zählungen der Vogelwarte Sempach.
Gemäss den neuesten Zählungen kommen in den Untersuchungsge-bieten auf einer Fläche von einem Quadratkilometer im Durchschnitt nur etwa drei Hasen vor. Während sich das Vorkommen im Ackerland erhöht hat, darbt Meister Lampe in Wiesenlandschaften weiter. Laut Daniela Heyen, Projektleiterin der Zählaktion, verunmöglichen unter anderem die häufigen und frühen Gras-schnitte eine erfolgreiche Jungenaufzucht und eine Zunahme der Population.
Der Feldhase, der in der Schweiz auf der Roten Liste steht, benötigt grosse Gebie-te mit vielfältiger Landwirtschaft und vielen Hecken. Die negativen Folgen der intensiven Landwirtschaft und das dichte Verkehrsnetz, das seinen Lebensraum zerstückelt, gelten als Hauptursachen für seinen Rückgang. laut der Vogelwarte könnten hochwertige ökologische Ausgleichsflächen im Landwirtschaftsgebiet die Situation erheblich verbessern. Dies zeigen etwa Ökoflächen in der Champagne genevoise, die in den Neunzigerjahren angelegt wurden und auf denen letztes Jahr durchschnittlich 16 Hasen pro Quadratkilometer gezählt wurden.
Kommentare