Lage der Welt: Im Konsumrausch
Im Jahr 2008 kauften die Menschen auf der ganzen Welt 68 Millionen neue Fahrzeuge, 85 Millionen Kühlschränke, 297 Millionen Computer und 1,2 Milliarden Mobiltelefone.

Im Weiteren gönnten sie sich aber auch viel mehr Luxusartikel wie Schmuck, reichhaltigere Nahrungsmittel, grössere Häuser, mehr Fernseher und längere Flugreisen. Diese eindrücklichen Zahlen stammen aus dem aktuellen Bericht «Zur Lage der Welt 2010», den das Worldwatch-Institut herausgegeben hat. Auf den Nenner gebracht bedeutet der Bericht: Wir sind im Konsumrausch.
Im Vergleich zu 1960 geben die Menschen heute sechs Mal mehr Geld für den täglichen Konsum aus – und das vornehmlich in den Industriestaaten. Insgesamt übernutzt die Weltbevölkerung die natürliche Kapazität der Erde um rund ein Drittel. Doch, und das ist das Gute am Bericht, ein Umdenken findet langsam statt – wenn auch erst in den Köpfen. Gefordert sind die Politiker, die gemäss Worldwatch-Institut bessere Rahmenbedingungen schaffen müssen, um nachhaltiges Handeln zum Normalfall zu machen.
Politische Prozesse brauchen aber ihre Zeit. Bis die Regierungen so grün sind, wie sie gerne behaupten, kommt es also auf aufgeklärte Bürgerinnen und Bürger an. Sie können mit einem bewussten und auch eingeschränkten Konsum viel dazu beitragen, umweltfreundliche Produkte und fairen Handel zu fördern, geben sich die Herausgeber des Berichts überzeugt.
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