Heinz Knieriemen über den Masernterror

Heinz Knieriemen | Ausgabe 5 - 2009

Von Impfzwang ist viel die Rede, nicht aber von verfehlten Impfstrategien und den wahren Ursachen für die vielen Maserntoten weltweit.

Tageszeitungen, Zeitschriften, Fernsehen, Kantonsärzte und Gesundheitsbehörden sind im Moment eifrig bemüht, die Masern als unser gravierendstes Gesundheitsproblem darzustellen. Da wird die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zitiert, sie wolle die Masern in Europa bis zum Jahre 2010 – ursprünglich war es das Jahr 2000 – ausgerottet haben. Dabei wird geflissentlich übersehen, dass es in Europa nur wenige Maserntote gibt. Die Krankheit grassiert vor allem in Entwicklungsländern. Und nicht nur bei den Masern hat sich gezeigt, dass nicht gegen Hunger, soziales Elend, schlechte Wasserhygiene usw. angeimpft werden kann, wo die eigentlichen Ursachen liegen. Eine dringende Lösung wäre daher sozialer Ausgleich und Brot für alle auf dieser Welt.

Böse Impfverweigerer

Wir erfahren aus der Tagespresse, dass die Schweiz im Bereich Exportieren von Masern absoluter Spitzenreiter ist. Sieben Schweizer hätten die Masern in den letzten drei Jahren in die eigentlich masernfreie USA getragen. Wie kommt denn das? Von jedem Schweizer, der in die USA einreist, wird der Nachweis für eine aktuelle Masernimpfung verlangt. Ich fände es gut, wenn die USA sich mit ihren Hausaufgaben beschäftigen. Kürzlich war zu lesen, dass in US-Kliniken in den letzten drei Jahren 237420 Menschen unnötigerweise gestorben seien. Jeder zweite dieser vermeidbaren Todesfälle ist auf eine von folgenden Ursachen zurückzuführen: Blutvergiftung, Lungenentzündung, Herz- und Atemversagen.

Solidarität

Es ist bemerkenswert, wie die angeblich masernfreien USA in Gesundheitsfragen als Vorbild hochgespielt werden. In einem Gesundheitswesen wie dem schweizerischen mit vielen aufgeklärten Menschen sind die Ausrottungsstrategien für Kinderkrankheiten nicht  einmal mit Zwangsmassnahmen durchzusetzen. Das hat auch eine Ärztearbeitsgruppe mit über 500 Mitgliedern so gesehen. Sie hat die Ausrottung von Masern, Mumps und Röteln in immunologischer, epidemiologischer und sozialer Hinsicht als bedenklich empfunden. Vor allem deshalb, weil die Impfkampagnen zu einer gefährlichen Verlagerung des Krankheitsalters führen, massive künstliche Eingriffe in ein Gleichgewicht zwischen Mensch und Mikroben bedeuten und die massive Zunahme von Autoimmunerkrankungen und Allergien begünstigen. Solidarität mit den Entwicklungsländern beweisen wir besser dadurch, dort die Lebensgrundlagen zu verbessern.

Seit über 20 Jahren setzt sich Heinz Knieriemen für «Natürlich leben» kritisch mit Methoden und Auswirkungen der Schulmedizin und der Laborwissenschaft auseinander. Im AT Verlag hat er mehrere Bücher herausgegeben, unter anderem über Vitamine, Mineralien und Spurenelemente oder Inhaltsstoffe in Lebensmitteln und Kosmetika.

Weiterführende Artikel zum Thema Impfen:
«Impfen um jeden Preis» von Markus Kellenberger
«Mündige Patienten» von Markus Kellenberger
• «Dogmatisierter Irrweg» von Heinz Knieriemen

Bild: © Avenue Images

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Kommentare

  1. Von Stettler am Donnerstag, 23.04.2009 Herr Knieriemen hat Recht - und auch wieder nicht. Dem Druck der Ärzte beugen sich eingeschüchtert und verängstigt zu viele Eltern. Andererseits gibt es Impfungen wie zum Beispiel Polio, die sich nachweislich gut ausgewirkt haben.
    Ich würde es begrüssen, wenn es statt einer kombinierten MMR-Impfung Einzelwirkstoffe gäbe. Die Erfahrung aus unserem Bekanntenkreis zeigt nämlich, dass es oft diese "Breitbandabdeckung" ist, die Eltern von der Impfung abhält. Knaben brauchen gegen Röteln nicht geimpft zu werden, Mädchen nicht gegen Mumps. Und bei den Masern kann wohl jede Mutter und jeder Vater entscheiden, ob sie oder er imstande ist, ein krankes Kind zu pflegen oder nicht.

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