Heilpflanzen: Gelb und gesund

Andres Jordi | Ausgabe 01 - 2010

Curcuma, die Gelbwurz, kann die Entstehung von Darmkrebs verzögern oder verhindern, da sie das Wachstum von Krebszellen hemmt und deren Zelltod auslöst.

Davon ist Christoph Gasche vom Christian-Doppler- Labor für molekulare Karzinom- und Chemoprävention in Wien überzeugt. Er hat zusammen mit Kollegen den Gelbwurz-Wirkstoff Curcumin untersucht. Curcuma ist in Asien ein beliebtes Gewürz. Dies könnte einer der Gründe dafür sein, dass es in Indien nahezu keinen Darmkrebs gibt. Curcumin hat laut Gasche zudem eine stark antibakterielle Wirkung und vermindert Entzündungen im Darm. Es sei im Vergleich zu herkömmlichen Medikamenten gegen chronische Darmentzündungen um ein Vielfaches wirksamer. Um wirklich einen gesundheitlichen Nutzen zu erzielen, müsse man allerdings
sehr vielGelbwurz ins Essen geben, relativiert der Mediziner.

Foto: waldhaeusel.com

Tags (Stichworte): CurcumaDarmkrebsGelbwurzGewürzKrebszellen

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