Haustiere: Katzen richtig halten
Hauskatzen dezimieren im Siedlungsbereich die Bestände von Amphibien, Reptilien oder Vögeln nicht unwesentlich.

Wer sich eine Katze anschaffen will und sie art- und naturgerecht halten will, sollte sich vorher einiger Dinge bewusst sein. Das Bundesamt für Umwelt gibt in seiner Zeitschrift «Umwelt» folgende Empfehlungen:
1. Hinterfragen Sie den Wunsch, eine Hauskatze anzuschaffen. Ein hoher Populationsdruck kann auch den Katzen selbst Probleme bereiten.
2. Die Haltung von Wohnungskatzen ist nur in seltenen Fällen artgerecht. Den Auslauf ins Freie sollte man ihnen deshalb nicht verwehren. Draussen hat eine Katze auch genug Sozialkontakte zu Artgenossen und kann problemlos als Einzeltier gehalten werden.
3. Um eine unkontrollierte Vermehrung zu verhindern, sollten Hauskatzen generell kastriert werden. Auch auf Bauernhöfen ist die Fortpflanzung der Katzen zu kontrollieren. Das Aussetzen von jungen Tieren ist verboten.
4. Verwilderte oder häufig im Wald jagende Hauskatzen müssen eingefangen und entfernt oder dem Wildhüter gemeldet werden.
5. Kunststoff- und Drahtmanschetten an Baumstämmen verhindern, dass Katzen zu Vogelnestern vordringen können. Nistkästen sind mit Draht an Seitenästen oder an Fassaden in mindestens 1,5 Meter Höhe anzubringen. Vogelbäder und Futterhäuschen sind an einer übersichtlichen Stelle zu platzieren.
6. Engmaschige Drahtgitter schützen Eidechsen und andere Reptilien auf Trockenmauern.
7. Halten Sie die Katze von noch lebenden, unverletzten Beutetieren, die sie nach Hause bringt, fern und lassen sie die Wildtiere frei. Allerdings sind deren Überlebenschancen oft gering.
Foto: fotolia.com
Kommentare