Go West!

Elsbeth Hobmeier | Ausgabe_5_2018

Auf den sattgrünen Weiden grasen Büffel, das Restaurant wirkt wie eine Ranch im Wilden Westen und nur Cowboys und Indianer fehlen zum perfekten Wildwest-Feeling.

@ Tim X. Fischer, Karte: AT Verlag

Ein riesiger Bisonkopf empfängt die Gäste, ein Holzschild weist zur Dakota-Bar, Amerikaflaggen und Indianerbilder lassen keinen Zweifel: Hier in Les Présd’Orvin wird der Wilde Westen zelebriert. Vor über zwanzig Jahren beschloss Christian Lecomte, statt Kühe und Rinder zu sömmern, künftig auf nordamerikanische Prärie-Bisons und auf Pferde umzusatteln. Das Ganze wuchs sich zu einem umfassenden touristischen Konzept aus: Heute lebt eine Herde von rund fünfzig Bisons im Sommer wie im Winter auf den Weiden, jährlich werden etwa fünfzehn Jungtiere geboren. Damit nicht genug: Im Seilpark Forest Jump kann Jung und Alt zwischen den Bäumen über Seilbrücken balancieren. Beliebt sind auch die rustikalen Wildwesthütten mit Platz bis zu vier Personen und die Indianertipis mit bis zu acht Plätzen zum Übernachten. Und am allerbeliebtesten ist das Herzstück des Ganzen, die Ranch, wo Bison- und Pferdespezialitäten serviert werden.

Essen wie Winnetou

Bisonfleisch sei sehr gesund, betont Patron Christian Lecomte, der den Betrieb mit seiner rumänischen Partnerin Gaby führt. Bisonfleisch ist magerer als Rindfleisch, weniger cholesterinhaltig sogar als Huhn, aber reich an Protein, Eisen und essenziellen Fettsäuren. Jährlich werden gegen zwölf Jura-Bisons geschlachtet. Geschnetzeltes, Steaks und Trockenwurst stehen ständig auf der Karte; Bison-Entrecôte und -Filet sind rarer und nur sporadisch erhältlich. Auf dem offenen Kaminfeuer brutzeln die Steaks neben Pferde-Entrecôtes und Schweinskoteletts. Dazu wird ein Salat, ein Stück Bisonterrine, eine knusprige Rösti, Kräuterbutter und hausgemachtes Brot serviert. Gut ist auch das Fondue aus Gruyère, Vacherin und dem Jurakäse Tête de Moine, gekrönt mit einer Haube von Schlagrahm.

Bison Ranch
• Wann: Ganzes Jahr Mittwoch bis Sonntag geöffnet.
• Ferien: April und Mitte Dezember bis Anfang Januar.
• Wer: Christian Lecomte
• Wo: Oberhalb von Les Prés-d’Orvin in RichtungPlace centrale. Autozufahrt, Parkplatz.
• öV: Bus bis «Les Prés-d’Orvin, Le Grillon», dann 1 Stunde zu Fuss.
• Winter: Ranch geöffnet, Strasse meistens geräumt, Winterparkplatz an der Strasse.
• Spezialität: Entrecôte, Steak, Geschnetzeltes und Trockenwurst vom Bison.
• Attraktionen: Ranch, Seilpark, Wildwesthütten und Tipis. Am zweiten Juni-Wochenende das Fest «Saint Bison» mit Countrymusik.
Les Colisses 101
2534 Les Prés-d’Orvin
Telefon 032 322 00 24
www.bisonranch.ch

Fest des heiligen Bison

Im Sommer und an sonnigen Wintertagen geniessen Gäste die Spezialitäten an den Gartentischen vor dem Haus, bei kühlem Wetter sitzt man lieber an den Tischen in der Nähe des Feuers. Zum Dessert gibt es natürlich Meringues, im Winter auch Vermicelles. Und zum Mitnehmen Trockenwürste, Terrine und das hauseigene Brot. Die Ranch liegt auf 1200 Meter Höhe, im Winter locken Langlaufloipen und Schneeschuhpfade. Und im Juni das «Fest des heiligen Bison», das mit viel fröhlichem Publikum, Countrymusik, Bisonfleisch und Bierlautstark begangen wird.

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Von Métairie zu Métairie
• Charakter
Die Höhe von Les Prés-d’Orvin im Kanton Jura gilt als ausgesprochene Sonnenterrasse. Im Frühling wandert man an der Südflanke der Chasseral-Kette durch ausgedehnte Felder von blühenden Osterglocken und geniesst die prächtige Aussicht übers Mittelland bis zur Alpenkette.
• Route
Von der Bushaltestelle Bellevue zieht sich ein ziemlich steiler Weg durch lockeren Bergwald aufwärts. Kurz darauf erreicht man einen breiten Weg, der sanft ansteigend mal durch Wald, dann wieder über offene Weiden führt. Wir passieren die Métairie d’Evilard (Einkehrmöglichkeit) und steigen auf einem Weidepfad zur SAC-Hütte Cabane du Jura auf (am Wochenende geöffnet). Der Jurahöhenweg führt auf der Krete zur sogenannten Place centrale (1288 m). Schon fast greifbar nah scheint die mächtige Fernmeldeanlage auf dem Chasseral. Eine mit Kalkblöcken übersäte, waldgesäumte Weide bietet schöne Rastplätze. Im spitzen Winkel wendet man sich bei Clédar de Pierrefeu (1291 m) ostwärts und steigt durch offenen Wald und über Weiden zur nahen Bison Ranch. Weiter geht es bergab zur bewirteten Métairie de Prêles. Kurz auf der Strasse und dann auf einem Weidepfad oberhalb der Strasse zum Restaurant Le Grillon, von wo man mit dem Bus nach Biel zurückfährt, oder aber man wandert  falls das Auto dort parkiert ist) noch eine Haltestelle weiter bis Bellevue.
• Länge
9,8 km
• Wanderzeit
3 Std.
• Schwierigkeit
Leicht bis mittel
• Beste Jahreszeit
Das ganze Jahr über möglich, auch als Schneeschuhwanderung (ca. 4 Std.)
• Extras
Viele Einkehrmöglichkeiten unterwegs, Ruhetage beachten. Je nach Schneeschmelze blühen zwischen März und Mai die Osterglocken.
• Wanderkarte
232 T Vallon de St-Imier

Fotos: Tim X. Fischer, Karte: AT Verlag

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