Gebären - nichts ist natürlicher
Egal ob Schwangerschaftsbeschwerden oder Geburt – die Naturheilkunde kennt
viele sanfte Wege, um Mutter und Kind optimal zu unterstützen
Für Angelina Kuck steht fest: «Viele Mediziner betonen die Risiken zu stark, die Schwangerschaft und Geburt in sich bergen.» Das verunsichere werdende Mütter unnötig, und sei mit ein Grund für die rasant zunehmenden Kaiserschnitte.
«Das ist schade», meint die Chefgynäkologin der Paracelsus Klinik in Richterswil (ZH), «denn nichts ist für Mutter und Kind besser als eine natürliche Geburt.» Verschiedenste Studien belegen das vielfältig. So sind Mütter nach natürlichen Geburten beispielsweise hormonell ausgeglichener und deutlich weniger anfällig auf Wochenbettdepressionen, Milcheinschuss und Stillen fallen ihnen leichter, die Bindung zum Kind ebenfalls. Die Babys wiederum atmen nach der Geburt besser, lassen sich in aller Regel problemlos stillen und neigen nachweislich weniger dazu, sich zum Schreikind zu entwickeln. «Das liegt möglicherweise daran, dass das Baby den Zeitpunkt seiner Geburt selber bestimmt hat», vermutet Kuck, «und nicht die Agenda der Eltern.»
Die Naturheilkunde bietet viele Möglichkeiten, um eine Schwangerschaft zu unterstützen oder Beschwerden zu lindern, und das gilt auch für die Geburtsvorbereitung und die Geburt selbst.
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Das hilft in der Schwangerschaft
Gegen die häufigsten Schwangerschaftsbeschwerden sind viele Kräuter gewachsen. Hier eine kleine Auswahl:
• Brustbeschwerden: Harmloses Brustspannen wird mit einer Lavendel-Emulsion behandelt. Bessern sich die Beschwerden innert 24 Stunden nicht, helfen Homöopathika wie Conium D6, Bryonia D6 und Belladonna D6.
• Eisenmangel: Chemische Eisenpräparate können zu Verstopfungen und Magenbeschwerden führen. Ohne Nebenwirkungen ist eine abwechslungsreiche Ernährung mit viel Himbeeren, Johannisbeeren, Nüssen, Kürbiskernen, Hefe, Vollkornbrot und Vitamin-B-12-reichen Nahrungsmitteln wie Eier, Milch, Käse und Fisch sowie Orangen- und Sanddornsaft. Ebenfalls empfehlenswert ist Brennnesseltee.
• Hämorrhoiden, Krampfadern: Rückbildend hilft ein Tee aus den Blättern der Virginischen Zaubernuss (Hamamelis virginiana) sowie verschiedenste Homöopathika.
• Rückenschmerzen: Dagegen helfen Massagen mit Johanniskraut, Wallwurz und Arnika, Kräuterbäder mit Heublumenextrakt oder die Homöopathika Arnica D6, Aesculus D6 und Hypericum D6.
• Schwangerschaftsstreifen: Ab dem 5. Schwangerschaftsmonat eine tägliche 5-minütige Zupfmassage an den gefährdeten Stellen (Bauch, Brust, Oberschenkel), anschliessend die Haut mit einer Kräutercreme (Arnica, Wallwurz, Johanniskraut) einreiben.
• Verstopfungen: Vorbeugend und Ausleitend wirkt die tägliche Einnahme von 1 bis 2 EL Weizenkleie, Flohsamen oder geschrotetem Leinsamen. Als abführender Kräutertee eignet sich Löwenzahnwurzel.
Das hilft bei der Geburt
• Geburtsvorbereitung: Ab der 32. Schwangerschaftswoche regelmässige tägliche Dammmassagen mit Johannisöl machen den Damm dehnfähiger, Risse und Dammschnitte können verhindert werden. Ebenfalls geeignet sind Dampfsitzbäder mit Heublumen. Ab der 32. Schwangerschaftswoche täglich 1 EL voll geschrotete Leinsamen einnehmen, das beeinflusst die Schleimhäute der Vagina positiv und macht die Passage des Kindes leichter.Eine Woche vor dem Termin empfiehlt sich die tägliche Einnahme von Schafgarbentee. Er stabilisiert die Blutgerinnung und verhindert zu starke Blutungen während der Geburt.
• Geburtseinleitung: Verveine-Kräutertee stimuliert die Wehentätigkeit, verschiedene homöopathische Mittel wie Gelsemium C30 und Aconitum C30 lindern Angst- und Spannungszustände sowie übermässige Wehenschmerzen.
• Die Geburt: Homöopathika wie Coffea C30, Secale C30 und Belladonna C30 unterstützen die Austreibungsphase (Presswehen).
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