Erste Hilfe aus der Natur:
Preiselbeeren schützen vor Eindringlingen
Viele Frauen leiden an Harnwegsinfektionen. Preiselbeeren können die Schmerzen und das Brennen beim Wasserlösen lindern und vor der nächsten Blasenentzündung schützen.

Blasenentzündungen sind Frauensache. Ihre Harnröhre ist kürzer als jene der Männer und entsprechend schneller können Infektionen die Blase erreichen.
Das saure Milieu auf Haut und Schleimhäuten verhindert in der Regel zwar das Eindringen von Viren, Pilzen und Bakterien in die Harnwegen. Doch ungeeignete Intimpflege, Flüssigkeitsmangel, schwache Abwehrkräfte oder Hormonschwankungen können den Schleimhäuten zusetzen und es Bakterien, Pilzen oder Viren ermöglichen, durch die Harnröhre in die Blase zu gelangen. Werden sie nicht innert kurzer Zeit durch den Harn weggespült, siedeln sie sich dort an und lösen die unbeliebten Harnwegsinfektionen aus. Dagegen hilft vor allem eines: viel Tee trinken. Die erhöhte Flüssigkeitszufuhr schwemmt die unerwünschten Eindringlinge aus der Blase. Ebenso wichtig ist auch der Gerbstoffgehalt der Teekräuter.
Abdichten und durchspülen
Die Gerbstoffe dichten die Haut ab und verhindern dadurch, dass sich die Bakterien in die Blasenschleimhaut einnisten. Besonders reich an Gerbstoffen sind Preiselbeeren (Vaccinium vitisidaea). Neben dem grossen Gehalt an Tannin-Gerbstoffen enthalten sie Anthocyane und Proanthocyanidine, Arbutin, Chinin- und Hippursäure. Diese Inhaltstoffe wirken antioxidativ, hemmen die Entzündung und beschleunigen die Heilung. Preiselbeersaft wirkt besonders heilend. Er hilft sowohl bei akuten Beschwerden als auch als Langzeittherapie:
• Bei akuten Blasenentzündungen: 3-mal täglich 1 Deziliter
• Als Langzeitbehandlung zum Vorbeugen: 1-mal täglich 1 Deziliter vor dem Schlafengehen einnehmen.
Als nahe Verwandte der Heidelbeeren wachsen die bis 30 Zentimeter hohen Preiselbeerstauden in Wäldern Mittel- und Nordeuropas. Sie gehören zur Familie der Heidekrautgewächse und lieben vor allem kalkarme, humusreiche Böden, wie sie in Skandinavien weit verbreitet sind. Auch Cranberries, die amerikanischen Preiselbeeren, sind nahe Verwandte der hiesigen Arten.
Weitere Tipps bei Blasenentzündungen:
• Durchspülen: Kräutertees aus Birkenblätter, Goldruten, Schachtelhalm oder Brennnesseln erhöhen die Harnmenge und durchspülen so Nieren und Blase.
• Desinfizieren: Stark entzündungshemmend wirken Bärentraubenblätter.
• Intimpflege: Oft gelangen Bakterien aus dem Stuhl, der Scheide oder der Haut in die Harnröhre. Mit einer guten Intimpflege lässt sich das vermeiden.
Trinktraining: Lieber 6-mal täglich 3 Deziliter trinken als 18-mal 1 Deziliter. Das stärkt die Blase und schützt vor Neuinfektionen.
Abwehrkräfte stärken: Echinacea und Vitamin C stärken das Immunsystem. So kann sich der Körper besser gegen die Eindringlinge wehren.
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Bild: Eugen Haug / pixelio.de
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