Erste Hilfe aus der Natur:
Ölkur gegen Akne

Sabine Hurni | Ausgabe 4 - 2008

Ausgerechnet in der Pubertät, wenn die Hormone ohnehin schon verrückt spielen, spriessen oft auch die Pickel. dagegen hilft das australische Teebaumöl.

Acht von zehn Jugendlichen reagie-ren mit leichter bis schwerer Akne auf den hormonellen Wechsel vom Kind zum Erwachsenen. In dieser Zeit überfluten männliche Hormone den Körper und die Talgdrüsen arbeiten auf Hochtouren. Gleichzeitig produ-ziert der Körper mehr Hornzellen. Sie verstopfen die Talgdrüsenausgänge und hindern den Talg am Abfliessen. In den kleinen Kammern der Drüsen bildet sich dann bald Eiter, der früher oder später über die Haut ausbricht.

Dass dies gerade im Gesicht, am Hals oder am Rücken passiert, ist keine Frage  der Hygiene, sondern eine Reaktion auf die Hormone. Oft sind aber auch Stress,  dicke Make-up-Schichten oder ständiges Kratzen und das Ausdrücken der Pickel  am verstärkten Ausbruch mitbeteiligt. Für jeden sichtbar wird die harmlose  Hautkrankheit dann schnell zu einer psychischen Belastung.

Tupfen statt kratzen

Zum Glück gibt es natürliche Mittel, um die Akne in Grenzen zu halten. Eine davon ist das Teebaumöl. Es wird aus den Blättern des australischen Teebaumes gewonnen und enthält neben ätherischen Ölen vor allem Cineol, einen Wirkstoff, der auch im Eukalyptusöl vorkommt. Dank dem Cineol, kombiniert mit vielen weiteren Inhaltsstoffen, wirkt Teebaumöl stark entzündungshemmend und bekämpft Bakterien, Pilze und Viren.

Als eines der wenigen ätherischen Öle darf man es mit einem Wattestäbchen unverdünnt auf die betroffenen Stellen tupfen. Dort beruhigt es die entzündeten Pusteln oder lässt sie gar nicht erst richtig entstehen. Melaleuca alternifolia, wie die Pflanze auf lateinisch heisst, ist deshalb ein beliebter Zusatzstoff vieler Gesichtspflegeprodukte. Mit dem reinen Öl kann man ausserdem sein eigenes Aknemittel herstellen:

• Gesichtswasser: 3 bis 6 Tropfen Teebaumöl in ein wenig warmes Wasser geben und damit täglich das Gesicht waschen.
• Gesichtskompressen: 1 dl warme Milch oder warmes Wasser, dazu 10 bis 20 Tropfen Teebaumöl. Tücher damit befeuchten und noch warm aufs Gesicht legen. Alle 2 bis 3 Minuten auswechseln, damit die Kompressen nicht zu stark abkühlen.

Teebaumöl ist so vielfältig wie fast keine andere Pflanze. Das antiseptische Öl hilft nicht nur bei Akne, sondern auch bei Insektenstichen, Zahnfleischentzün-dungen, Kopfschuppen, Warzen und als Gurgelmittel gegen Halsschmerzen oder Mundgeruch.

Auch das beruhigt entzündete Haut
Gesichtsdampf mit Kamillenextrakt weicht die Hornhaut auf und klärt die Haut.
Mässige Sonne reguliert die Talgproduktion
Zink und Vitamin-B-Komplex beruhigen als Radikalfänger die Haut
Aloe Vera kühlt als befeuchtende Pflege angenehm entzündete Stellen.
Reinigendes Peeling schleift die Hornschicht ab.
Gesunde Ernährung, das heisst hauptsächlich basenreiche Kost mit Gemüse und Obst.

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Tags (Stichworte): AkneHeilpflanzenNaturheilkundeTeebaumöl

Kommentare

  1. Von Slartybart am Sonntag, 30.08.2009 «Als Teebaum werden verschiedene Bäume und Sträucher bezeichnet, deren Blätter zur Zubereitung von Tee verwendet wurden.»

    Ich glaube, ich lese nicht recht! Diese falsche Bildunterschrift ist mir schon in der Zeitschrift aufgefallen. Irgendwie habe ich es dann verpasst, eine Korrektur anzuregen. Jetzt suche ich auf der Website einen Artikel und stolpere wieder darüber. Liebe Frau Hurni, als Teebaum wird NUR die Pflanze mit dem botanischen Namen Melaleuca alternifolia bezeichnet, der deutsche Name kommt laut einer Überlieferung daher, dass die Entdecker die Blätter als tauglich für einen Tee bezeichnet haben. Melaleuca alternifolia wird aber heute nicht mehr mit Tee assoziiert, und mit Camellia sinensis, der Pflanze, aus der Grün- und Schwarztee gewonnen wird, hat sie erst rechts nichts zu tun.

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