Erste Hilfe aus der Natur:
Hopfen lässt tief schlafen
Bestens bekannt ist der Hopfen als Bestandteil im Bier. Die Kletterpflanze hilft aber auch bei Einschlafstörungen und bei hormonellen Schwankungen.
Federleicht und zerbrechlich fühlt sich ein Hopfenzapfen in der Hand an. Die feinen Blütenblätter enthalten Hopfenbitterstoffe aus Hopfenbittersäuren, Flavonole, Catechine, Gerbstoffe und ätherisches Öl. Sie lösen sich bei der Teezubereitung und der Extraktherstellung aus den Hopfenzapfen heraus. Die Auszüge wirken beruhigend bei Einschlafstörungen, Spannungszuständen, Unruhe und Übererregbarkeit. Dies nicht aufgrund eines einzelnen Wirkstoffes, sondern durch das Zusammenspiel der Bestandteile.
Anwendung
Hopfen (Humulus lupulus) kann als Tee, flüssige Arznei oder als Kapsel eingenommen werden. Für die Teezubereitung gibt man 1 Teelöffel Hopfenzapfen in ein Teesieb, übergiesst es mit etwa 2 Deziliter kochendem Wasser und lässt den Tee 10 bis 15 Minuten ziehen. Bei Unruhezuständen und Schlafstörungen kann der Tee zwei-bis drei Mal täglich und vor dem Schlafengehen frisch zubereitet getrunken werden. Gerade bei Schlafstörungen eigenen sich zudem Teemischungen, die neben Hopfenzapfen auch Baldrian, Melisse und Passionsblumenkraut enthalten.
Unsere Tipps bei Schlafstörungen:
• Keine schweren Mahlzeiten am Abend
• Vor dem zu Bett gehen ein Fussbad geniessen
• Füsse warm halten mit Wollsocken
• Eine Bettflasche mit ins Bett nehmen
• Sich täglich mindestens 30 Minuten aktiv draussen bewegen
• Kreisende Gedanken vor dem Schlafen gehen aufschreiben und dann bewusst beiseite legen
• Das Bett ist zum Schlafen da - lesen Sie im Sofa
• Wer hellwach im Bett liegt, steht lieber auf und macht was anderes, als schlafen wollen und sich ständig ausrechnen, wie viel Zeit bis zum Aufstehen noch übrig bleibt.
• Ein regelmässiger Schlafrhythmus, Rituale, Abendspaziergänge, Mantras und kurze Meditationen einplanen.
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Foto: RainerSturm / pixelio.de
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