Erste Hilfe aus der Natur:
Cool bleiben mit Salbei

Sabine Hurni | Ausgabe 8 - 2008

Bei grossen Temperaturschwankungen kühlt sich der Körper durch Schwitzen. Produziert er jedoch zu viel vom kühlenden Nass, ist das unangenehm. Dagegen hilft Salbei.

Salvia officinalis

Es geht zwar allen gleich, doch es ist trotzdem nicht angenehm, wenn die schwüle Sommerhitze den Schweiss aus allen Poren drückt. Mit etwa einem halben Liter Schweiss pro Tag kühlt sich der Körper und schützt sich so vor Überhitzung. Schweissdrüsen sind vor allem an der Stirn, an Fuss- und Handflächen sowie in den Achselhöhlen und der Leistengegend zahlreich vertreten.

Es ist aber nicht nur die Hitze, die uns zum Schwitzen bringt. Auch körperliche Anstrengungen, emotionaler Stress, hormonelle Schwankungen oder schlummernde Infektionsherde lassen die Schweissproduktion ansteigen. Während feuchte Hände vor einer Prüfung bei vielen einfach dazu gehören, ist übermässiges Schwitzen meistens ein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt.

Wer sein Schwitzen den Wechseljahren oder dem Sommer zuordnen kann, macht sich die ausgleichende Wirkung des Salbeis zunutze, zum Beispiel in Form eines Tees. Salvia officinalis, die Pflanze mit den pelzigen Blättern und den blauen Blüten ist nämlich mehr als ein schmackhaftes Gewürz. Sie enthält Thujon (ätherisches Öl), Gerbstoffe (Rosmarinsäure), Flavonoide und Triterpene. Das Wirkstoffgemisch hilft innerlich gegen starke Schweissbildung sowie gegen Verdauungsstörungen. In der äusserlichen Anwendung bewährt sich die Heilpflanze vor allem bei Rachen- und Mundschleimhautentzündungen.
Ihre anti-bakterielle, viren- und pilzhemmende Wirkung kommt in vielen Gurgelmitteln und Lutschpastillen zum Tragen.

So reduzieren Sie übermässige Schweissbildung
Für die Teezubereitung übergiesst man fein geschnittene Salbeiblätter (trocken oder frisch) mit kochendem Wasser und lässt den Tee 10 Minuten ziehen. Bei Hitzewallungen und Nachtschweiss sollte der Tee kalt getrunken werden
.
Als Ergänzung dazu empfehlen sich folgende Massnahmen:
• Weitere Heilpflanzen, die bei Wechseljahrbeschwerden den Hormonhaushalt regulieren, zum Beispiel Traubensilberkerze (Cimicifuga) sowie Pflanzenhormone aus Rotklee oder Soja
• Stressreduktion durch autogenes Training, Meditation oder Yoga
• Gesundheitscheck beim Arzt
• Antiperspirantien oder Antitranspirantien: Im Gegensatz zu Deodorantien, welche die Geruchsbildung hemmen, reduzieren die Antitranspirantien eine übermässige Schweissbildung
• Regelmässige Saunagänge, damit der Körper den Wechsel von heiss und kalt lernt
• Trotz allem: Viel trinken!

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Tags (Stichworte): HeilpflanzenNaturheilkundeSalbeiSchwitzenWechseljahre

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