Editorial: Abschied vom Erdölzeitalter
Es ist Zeit, die Konzepte für eine nachhaltige Energiezukunft aus der Versenkung zu holen.
Liebe Leserin, lieber Leser
Steigende Treibstoffpreise und Heiz-kosten, zunehmender Handlungsbedarf beim Klimaschutz: Die Indizien mehren sich, dass wir uns langsam, aber sicher aus dem Erdölzeitalter verabschieden. Auch bei der Stromproduktion stehen wir an einem energiepolitischen Scheideweg. Nur, wohin soll die Reise gehen? Der Pfad der Energietugend kann nur jener der Nachhaltigkeit sein. Konzepte sind vorhanden und warten darauf, endlich aus der Versenkung geholt und zur Marktreife entwickelt zu werden. Uhrenbaron Nicolas Hayek macht wieder einmal vor, wie es gehen müsste. In zwei Jahren will er zusammen mit dem Paul-Scherrer-Institut serienmässig Personenwagen mit Brennstoffzelle herstellen. Auch der Zürcher Stadtrat setzt mit seiner Absicht, aus der Atomenergie auszusteigen, ein energiepolitisches Zeichen.
Für unseren Autor Andreas Walker ist die aktuelle Energiediskussion Anlass auf die wechselvolle Geschichte der Energiegewinnung zurückzuschauen. Er erzählt eine Geschichte über zivilisatorischen Fortschritt und Ausbeutung der Natur:
Am Anfang war das Feuer
Dass Bioethanol oder -diesel, gewonnen aus Pflanzen, als nachhaltige Treibstoffe nicht das erhoffte Ei des Kolumbus sein können, zeigt auch der Artikel über die Produktion pflanzlicher Heilmittel. Daneben erfahren Sie, dass wegen des welt-weit steigenden Bedarfs an Arzneipflanzen deren Wildbestände zunehmend unter Druck geraten. Es droht die nächste Übernutzung einer natürlichen Ressource:
Das Ende der Wilderei
Eine Einladung zum Sonnenbaden – mit Vernunft. Sonnenlicht lässt den Menschen nicht nur umweltfreundlich Strom produzieren und Heilpflanzen gedeihen, sondern ist auch für unsere Gesundheit essenziell:
Ein Platz an der Sonne
Andres Jordi
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