Ausstellung: Verflixt und verflochten
Körbe aus Weiden erweisen sich für die Gartenarbeit nach wie vor als unersetzbare Behälter.

Diese werden bis heute von geschickten Händen vor allem aus den Ruten der anbaubaren Korb-Weide geflochten. Ansonsten sind Weiden richtige Vagabunden. Wo immer es ihnen gefällt, treiben sie Wurzeln: an Bächen, auf Kiesböden, im Moor. In der Schweiz unterscheidet man über dreissig Arten: von der winzigen alpinen Kraut-Weide bis zur Sal-Weide, einem stattlichen Baum. Salix (Salz) lautet denn auch der lateinische Name der Weiden und Weidenrinde enthält Salicylsäure, ein altbekanntes Mittel gegen Schmerzen, das bis heute Bestandteil von Medikamenten wie Aspirin ist.
All das und mehr erfährt man in der aktuellen Ausstellung «Verflixt und verflochten – Von Weiden und Korbflechtern» des Naturmuseums Winterthur, in deren Zentrum eine begehbare, aus Weidenbündeln geflochtene Hütte steht. Neben viel Wissenswertem über die Weiden zeigt die bis zum 24. Oktober 2010 dauernde Schau auch dekorative Beispiele von Korbgefässen aus verschiedenen Zeiten und Geflochtenes aus der Werkstatt moderner Korb- und Flechtwerkgestalter. Mehr unter www.natur.winterthur.ch
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