Artenvielfalt: Gewinner und Hoffnungsträger
Obwohl die Zahl der bedrohten Arten Jahr für Jahr wächst, 2008 waren es weltweit knapp 17 000, letztes Jahr bereits 18 351, kann der WWF auch gute Nachrichten in Sachen Artenvielfalt berichten. Strengere Gesetze, rigorosere Kontrollen, aufgewertete Lebensräume und weitere von Menschenhand geplante und realisierte Massnahmen tragen Früchte: So hat sich hierzulande der einst ausgerottete Biber nun wieder seinen Platz genommen.

Zwischen Genfersee und Bodensee wurden rund 1600 Stück gezählt; geschützt bleibt das Tier weiterhin. Auf der Liste der bedrohten Arten soll sein Status auf «verletzlich» abgestuft werden. Auch der Eichelhäher, Ende des 19. Jahr hunderts in Europa als angeblicher Schädling fast ausgerottet, ist wieder da. Bei den Schweizer Vogelwarten wurden noch nie so viele dieser blau-schwarz gefederten Singvögel gezählt. Abzuwarten bleibt die Entwicklung beim Tiger. Nachdem die Population auf lediglich 3200 Tiere gesunken ist, einigten sich die 13 sogenannten Tigerstaaten (zum Beispiel Bangladesch, Indien, Russland), die Zahl bis in 12 Jahren zu verdoppeln. Die Wilderei soll konsequent verfolgt, der Handel mit Tigerprodukten unterbunden und der Lebensraum besser geschützt werden – ein Lichtblick und hoffentlich mehr als nur ein Lippenbekenntnis.
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