Venenbeschwerden
Nach zwei Thrombosen muss ich täglich das Medikament Marcoumar einnehmen. Bis vor kurzem musste ich auch täglich Blutverdünner spritzen. Gibt es auch natürliche Behandlungsmöglichkeiten?
I.N., Zürich
Antwort
Ihre Medikamente dürfen Sie nicht ohne Absprache mit Ihrem Arzt absetzen. Pflanzliche Präparate können die chemischen Blutgerinnungshemmer nicht ersetzen. Sie können aber auf einer anderen Ebene sehr wohl die Venen unterstützen, damit Sie mit der Zeit die Dosis der Thrombosehemmer reduzieren können. Padma 28 und Ginkgo sind zwei natürliche Heilmittel, welche die Blutfliesseigenschaften verbessern. Bei Venenbeschwerden gibt es jedoch spezifische Heilpflanzen, die zusätzlich zur Durchblutung auch die Venenwände stärken. Ein bekanntes Heilmittel bei venösen Beschwerden ist die Rosskastanie. Sie verbessert die Fliesseigenschaften des Blutes und tonisiert die Venen. Sie können die Rosskastanienkapseln in Kombination mit Ihren Medikamenten einnehmen. Informieren Sie Ihren Arzt darüber und beachten Sie zudem folgende Punkte:
• Viel trinken: Pro 10 Kilogramm Körpergewicht sollten Sie 3 Deziliter trinken. Bei 60 Kilo sind das also ungefähr 1,8 Liter.
• Bewegung: Wenn Sie täglich Ihre Beine bewegen, bringen Sie auch das Blut in Umlauf. Das ist die beste Vorbeugung gegen eine weitere Thrombose. Am besten eignen sich Ausdauersportarten wie Radfahren, Wandern oder Schwimmen.
• Gewicht und Verdauung: Verstopfung und Übergewicht fördern die venösen Beschwerden.
• Tabu sind: Rauchen, Sauna, Langstreckenflüge ohne Stützstrümpfen, scharfe Gewürze.
Sabine Hurni, Ernährungsberaterin
Foto: © René Berner
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