Sind Mikrowellen krebserregend?

Anführungszeichen Als Laie weiss man nicht mehr, was man glauben soll. Laut «Beobachter» soll der Mikrowellenherd kein Gesundheitsrisiko darstellen. Früher hiess es, wie gross das Krebsrisiko sei. Was stimmt nun? Schlusszeichen Emilie Mahler, Bern

Antwort

Sie können beruhigt sein: Mikrowellenherde sind bei sachgerechter Anwendung nicht gesundheitsgefährdend – also auch nicht krebserregend. Der Mikrowellenherd wurde bereits vor 60 Jahren in den USA entwickelt und kam vor etwa 25 Jahren verbreitet in unsere Küchen. Schon damals wurden verschiedene Gesundheitsvorwürfe bezüglich der Mikrowellenstrahlung, der Zubereitungsart der Speisen und deren negativer Wirkungen bei der Nahrungsaufnahme laut. Alle diese Vorwürfe basieren auf Behauptungen, die von keiner ernst zu nehmenden Untersuchung gestützt werden.

• Mikrowellenstrahlung: Im Innern des Gerätes wird eine Hochfrequenzstrahlung von 2450 Megahertz entsprechend einer Wellenlänge von 12 cm erzeugt. In einem vollständig geschlossenen, dichten Stahlblechkäfig könnte diese Strahlung nicht nach aussen dringen. In der Realität hat der Mikrowellenherd aber eine Türe, die aus technischen Gründen nicht vollständig strahlendicht ist. Und da kommt ein kleiner Rest Leckstrahlung durch den Türspalt, die allerdings vernachlässigbar klein ist. Bezüglich dieser Leckstrahlung gelten strenge Normen, die die Hersteller einhalten müssen. Diese werden von offiziellen Prüfanstalten geprüft – in der Schweiz zum Beispiel durch die Labors der Electrosuisse in Fehraltorf. Im Durchschnitt stellen die Kontrolleure fest, dass bei neuen Geräten die maximal zulässigen Werte nur zu ein Prozent erreicht werden.

• Zubereitungsart: Aus physikalischen Gründen kann nur der Wasseranteil der Speisen direkt erwärmt werden. Verantwortlich dafür ist die hohe Sendefrequenz, wobei die Wassermoleküle in rasche Schwingungen versetzt werden und dabei Reibungswärme entsteht. Diese wird via Wärmeleitung an das gesamte Kochgut abgegeben und es erwärmt sich insgesamt. Eine Veränderung der Zellstruktur oder eine chemische Veränderung findet nicht statt und wurde von keinem wissenschaftlich anerkannten Forschungsinstitut je nachgewiesen.

• Negative Wirkungen bei der Nahrungsaufnahme: Alle wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, und auch die Gesundheitsämter bestätigen dies: Es sind keine negativen Auswirkungen bei so zubereiteten Nahrungsmitteln feststellbar. So auch speziell bei erwärmter Milch nicht, wie häufig gesagt wird.

Sie dürfen also Ihren Mikrowellenherd ruhig weiter verwenden, solange er einwandfrei funktioniert.

Hans R. Ris dipl. El. Ing. FH


Kommentare

  1. Von MeierSollberger am Sonntag, 30.12.2007 Ich bin entsetzt. Wie können Sie behaupten, dass Mikrowellen nicht schädlich sind? Es gibt genügende Berichte, die das Gegenteil behaupten. Anfangs 1991 gab es in Oklahoma USA einen Prozess, weil eine Frau im Spital von einer Bluttransfusion gestorben ist. Das Blut wurde verändert, weil es vorher in einer Mikrowellenofen aufgewärmt worden ist, Das Erhitzen von einer Milchfläsche für Kleinkinder kann die Vitaminen teilweise zerstören und die Flasche kann sogar explodieren (Aufbau von Dampf in der Flasche). Nach einer Schweizerstudie verändern sich die Lebensmittel, die in einer Mikrowelle erhitzt werden (Atome, Molekule und Zellen, die von Mikrowellen getroffen werden, werden in ihrer Polarität verändert), und das Blut von Leuten, die mikrogewellten Lebensmittel zu sich nahmen hat sich auch verändert, nicht zum Positiven (siehe http://www.mercola.com/article/microwave/hazards2.htm). Und jetzt noch das Neueste aus USA: Es wird ein Gewehr entwickelt, dass ein Auto mit Mikrowellen zerstören kann (siehe http://articles.mercola.com/sites/articles/archive/2007/12/29/coming-soon-microwave-gun-that-can-destroy-your-car-from-600-feet-away.aspx). Jeder hat einen normalen Ofen bzw. Kochherd zu Hause. Ich werde nie einen Mikrowellenofen anschaffen,vor allem wenn die Technique selbst umstritten ist. Aber wie immer, Leute, die an ihren Produkten Geld verdienen wollen, streiten jegliche Probleme ab. Der Konsument muss selbst klug genug sein, und eine Technologie ablehnen, die unsicher ist, auch wenn sie sich bei uns eingebürgert hat, weil sich niemanden mehr traut, sie in Frage zu stellen. Annemarie
  2. Von upa am Dienstag, 13.01.2009 Stöbern Sie mal ein wenig in der Zeitenschrift (www.zeitenschrift.com) oder googeln Sie sich zu Hans U. Hertel durch, wenn Sie sich auch noch eine andere Meinung bilden wollen.
    In der Tat erstaunt mich die einseitige Antwort unter dem Dach des Natürlich's

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