Schichtarbeit
Ich bin 53 Jahre alt und leide in letzter Zeit unter Schlafstörungen. Ich arbeite im Schichtbetrieb. Morgens komme ich kaum aus dem Bett und abends bin ich hellwach. Was raten Sie mir?
G.S., Urdorf
Antwort
Schichtarbeit ist so ziemlich das Ungünstigste, was man seinem Körper antun kann. Einige Leute vertragen es besser als andere. Vermutlich konnten Sie es früher einfach besser wegstecken. Der wechselnde Tag-Nacht-Rhythmus kann auf die Dauer zu Schlafstörungen oder Verdauungsproblemen führen. Deswegen müssen Sie natürlich nicht gleich die Arbeitsstelle wechseln. Sie können das Problem aber etwas entschärfen, indem Sie zum Beispiel abends die Füsse mit Rizinusöl einreiben. Das Öl zieht quasi die Energie vom Kopf in die Füsse und hilft so, «herunterzufahren». Zudem könnte auch eine heisse Milch mit Honig und Gewürzen (Zimt, Ingwer, Kardamom) die nötige Bettschwere bringen. Die Gewürze machen die Milch besser verdaulich und wirken leicht wärmend. Die Heilpflanzenkunde setzt vor allem Baldrian, Passionsblumenkraut oder Hopfenzapfen gegen Schlafstörungen ein. Entsprechende Tinkturen, Spagyrik-Sprays oder Tees erhalten Sie im Fachhandel. Testen Sie die drei Dinge für drei bis vier Wochen als Gesamtpaket. Das ist effektvoller, als wenn Sie halbherzig mal dies und mal jenes ausprobieren.
Sabine Hurni
Bild: Shahram Sharif / FLICKR / CC
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