Laktat und Hirnleistung
Ich habe gelesen, dass Laktat bei Ratten die Hirnleistung verbessert. Das zeigte eine Studie aus Lausanne. Wo bekomme ich Laktat?
S. Z., Zürich
Antwort
KDen Ratten wurde das Laktat ins Gehirn gespritzt. Das heisst nicht, dass ein Mensch, der einen Laktatdrink einnimmt, denselben Effekt auf die Hirnleistung erreicht. Für die Forscher ist die Erfahrung mit dem Laktat bestimmt ein interessanter Ansatz. Doch eine neue Alzheimer-Therapie ist daraus noch nicht entstanden. Ich möchte Ihnen deshalb dringend davon abraten, als Therapie oder gar zur Prävention Unmengen von Laktat zu schlucken.
Unser Körper produziert gewisse Mengen an Laktat selber, und zwar beim Sporttreiben. Deshalb wird es auch oft in Zusammenhang mit Muskelleistung und Sport erwähnt. Ein Ansatz könnte also sein, dass Sie Ihr Sportprogramm ausbauen. Das ist ohnehin die beste Form, das Gehirn und den gesamten Körper fit zu halten. Ebenso das Lesen von anspruchsvoller Literatur und eine ausgewogene Ernährung.
Im «natürlich» 06-11 erschien ein Artikel zu Alzheimer und Demenz. Dort finden Sie viele Informationen zum Thema. Die im Artikel beschriebene Galaktose ist bereits gut erforscht und es gibt dazu zahlreiche Erfolgsmeldungen. Lassen Sie sich unbedingt genau untersuchen, wenn Sie erste Anzeichen von Demenz oder Alzheimer erkennen. Einerseits mit den entsprechenden Tests, andererseits mit einer Blutanalyse. Inzwischen hat sich auch gezeigt, dass ein Vitamin- B12-Mangel für neurologische Krankheiten verantwortlich sein kann. Handelt es sich «nur» um Vergesslichkeit, können Sie auch mit Heilpflanzen wie zum Beispiel Ginkgo arbeiten.
Sabine Hurni, Drogistin HF und Naturheilpraktikerin mit Fachrichtung Ayurveda und Phytotherapie
Foto: K. Kendall / flickr / cc
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