Kokoswasser enthält was man zum Leben braucht
Kürzlich trank ich in Thailand zum ersten Mal das Fruchtwasser einer jungen Kokosnuss. Was enthält dieses erfrischende Getränk?
Christine Sommer, Ostermundigen
Antwort
Es gibt wohl nichts Schmackhafteres als das Fruchtwasser einer frisch geöffneten, reifen Kokosnuss. Das Kokoswasser ist weit mehr als eine Erfrischung. Es ist eher mit einem Vitalstoff-Coktail vergleichbar. Neben Frucht- und Traubenzucker enthält es vor allem Mineralstoffe wie Eisen, Natrium, Kalzium, Schwefel, Phosphor, Kupfer, Magnesium und Kalium. Sie sind wichtig für die Blutbildung und viele Stoffwechselfunktionen. Wie in vielen Früchten ist auch in der Kokosnuss viel Vitamin C enthalten. Ebenso die Vitamine der B-Gruppe wie Niacin, Pantothensäure und Biotin. Sie sind wasserlöslich und können vom Körper schlecht gespeichert werden. Sie stärken das Nervensystem und sorgen so für Entspannung. Ebenso wichtig sind die Aminosäuren. Die Eiweissbausteine bilden die Grundlage für gesunde Zellen und Enzyme, was wiederum dem Wohlbefinden zugute kommt. Kokoswasser ist praktisch fettfrei. Die einzig enthaltene Fettsäure ist die Laurinsäure. Sie fördert das «gute» Cholesterin. In den Tropen ist Kokoswasser ein wichtiger Nährstofflieferant. Weil es garantiert nicht verunreinigt ist, eignet es sich vielerorts als sinnvolle Alternative zu Trinkwasser.
Bis jetzt ist es aber noch immer schwierig, Kokoswasser haltbar zu machen. Hier im Westen bleibt uns deshalb nichts anderes übrig, als ab und zu in ein tropisches Land zu reisen, um dort Kokosnüsse zu geniessen.
Sabine Hurni
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