Ist die Starrkrampfimpfung heute noch angebracht?
Gibt es eine Alternative zur Wundstarrkrampf-Impfung vor allem für Kleinkinder?
Theres Inäbnit, Luzern
Antwort
Leider sind mir keine wirklichen Alterna-tiven zur Wundstarrkrampf-Impfung bekannt. Es gibt Homöopathen, die homöopathische Impfungen anbieten. Dazu nimmt man den homöopathisch potenzierten Erreger ein. Um darüber mehr zu erfahren, informieren Sie sich bei einem erfahrenen Homöopathen.
Grundsätzlich finde ich eine kritische Haltung gegenüber Impfungen für ange-bracht. Im ersten Lebensjahr entwickelt sich das Immunsystem des Kindes. In dieser Zeit würde ich das Kind noch nicht mit Impfstoffen konfrontieren. Gerade mit der Tetanusimpfung können Sie gut bis ins Krabbel- oder Laufalter warten. Kinder sind die ersten Monate ihres Lebens vor Tetanus geschützt, weil die Mut-ter sie über die Muttermilch mit den Antikörpern versorgt. Danach nimmt dieser natürliche Schutz allmählich ab.
Starrkrampf wird durch ein Bakterium verursacht, das bei Gartenarbeit oder durch Tierbisse in eine Wunde eindringt. Nach einigen Tagen bis zwei Wochen kann die Krankheit ausbrechen und die Muskeln krampfartig zusammenziehen. Allerdings frage ich mich manchmal, ob eine Starrkrampfimpfung in einem so hygienischen Land wie der Schweiz überhaupt noch Sinn macht. Die Infektions-krankheit tritt äusserst selten auf und kann hierzulande gut behandelt werden.
Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie sich gut informieren, denn die Verant-wortung tragen Sie schliesslich selber – auch diejenige für die Impfungen und deren Nebenwirkungen. Vielleicht helfen Ihnen folgende Links bei der Entscheidungsfindung: www.aegis.ch, www.impfo.ch
Sabine Hurni
Kommentare