Hochspannung in den Ferien
Wir besitzen ein Maiensäss, wo wir im Sommer sehr gerne die Ferien verbringen. Leider führt die Hochspannungsleitung eines Wasserkraftwerkes über das Grundstück. Als ich jünger war, hat mich das nicht gestört. Jetzt reagiere ich empfindlicher darauf, schlafe schlecht und bin nach den Ferien erschöpft. Wie kann ich mich schützen?
Christa Mosele, Horgen
Antwort
Bei Hochspannungsleitungen nützt leider nur der Abstand und sonst gar nichts. Falls es sich um Stahlgittermasten mit sechs Stromleitern handelt, ist ein Abstand von 40 Metern zu knapp, um sich zu schützen. Wenn die Leitung direkt von einem Kraftwerk kommt, das heisst der Ableitung von Wasserkraft ins Verbundnetz dient, ist die Sache nur halb so schlimm. Wasserkraftwerke dienen meist der Produktion von Spitzenenergie etwa mittags und abends und sind nur zeitweise in Betrieb. Zudem können die Betreiber des Kraftwerks nur so viel Energie liefern, wie der Stausee produziert. Das ist abhängig vom Füllstand.
Am besten beschaffen Sie sich ein einfaches Mess-gerät (Teslameter). So können Sie die Sache gut beobachten. Nur, wo liegt der Grenzwert? Während Kraftwerkbetreiber behaupten, ihre Magnetfelder seien unterhalb von 1 Mikrotesla völlig harmlos, sprechen Biologen und Mediziner von Werten, die
10- bis 20-mal tiefer sein müssten. Bei 0,4 Mikrotesla spricht auch die sonst eher industriefreundliche Weltgesundheitsorganisation WHO von krebserregenden Auswirkungen.
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zur sogenannten Harmonisierung von elektro-magnetischen Feldern nützen, ausser dem Kassenstand der Verkäufer, nichts. Dieses Geld können Sie sich also sparen. Vergessen Sie aber nicht, dass Sie lediglich zwei bis drei Wochen pro Jahr diesen Feldern ausgesetzt sind. Das spielt für den Organismus auch eine Rolle.
Hans-Ullrich Jakob, Gigaherz
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