Haut als Spiegel des Darmes
Ich bin 50 Jahre alt und leide seit einiger Zeit unter Akne. Sie verschlimmert sich vor der Menstruation und klingt dann wieder ab. Mein Arzt diagnostizierte Rosazea und verschrieb mir das homöopathische Mittel Rhus Tox und Vitamin A. Doch beides brachte nur vorübergehend eine Linderung. Seit meiner Jugend esse ich Ovo-Lakto-Vegetabil.
C.D., Wilen (Name der Redaktion bekannt)
Antwort
Dass der sich verändernde Hormonspiegel bei Jugendlichen zu Akne führt ist bekannt. Treten bei Erwachsenen ab 40 rote, pickelähnliche Pusteln an Wangen, Stirn, Nase und Dekolleté auf, nennt man die Hautveränderung Rosazea (Rosacea papulopostulosa). Es handelt sich mehr um eine Störung der Durchblutung als um eine gestörte Talgabsonderung. Die Gründe für das Auftreten von Rosazea sind noch ungenügend bekannt.
Hautprobleme sind oftmals ein Hinweis auf einen überlasteten Darm. Bewiesen ist dieser Zusammenhang zwar schulmedizinisch nicht, doch Erfahrungen haben gezeigt, dass Darmsanierungen, Stoffwechsel- und Basenkuren einiges bringen. Zu viel Rohes und kalte Mahlzeiten machen dem Darm ebenfalls wenig Freude.
Darmkur: Planen Sie über zwei Wochen hinweg drei warme, leichte Mahlzeiten mit gekochtem Gemüse oder Suppe ein. Zucker, Weizen und Kaffee weglassen und täglich zwei Liter warmen Tee trinken. Ideal sind Teemischungen aus Brennnessel, Schafgarbe, Löwenzahn, Schachtelhalm kombiniert mit täglich zwei bis drei Tassen eines richtig bitteren Teegetränks. Das regt die Gallensäfte an. Am besten eignet sich Wermut – lauwarm getrunken schmeckt er nicht ganz so fürchterlich bitter. Nehmen Sie zudem täglich Mariendistel ein. Die Pflanze unterstützt die Entgiftung des wichtigen Ausscheidungsorganes.
Für den Stoffwechsel: Die ungesättigten Fettsäuren regulieren die Hormone und bauen die Haut auf. Sie kommen in Nachtkerzen- und Leinöl in hohen Dosierungen vor. Der Extrakt der Aloe-Vera-Pflanze würde zudem innerlich befeuchten und die Immunabwehr stärken.
Hautpflege: Reinigen und pflegen Sie Ihre Haut mit sehr milden, pflanzlichen Mitteln, damit sie sich beruhigen kann. Dasselbe gilt auch für die Seele: Ruhe suchen, Stress reduzieren und sich täglich etwas Gutes tun.
Sabine Hurni
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