Hartes Wasser enthärten

Anführungszeichen An unserem Wohnort ist das Wasser sehr hart. Wir überlegen uns, ein neues Entkalkungssystem installieren zu lassen. Das zu behandelnde Wasser wird durch eine makroporöse Harzschicht geleitet. Dort werden Kalzium- und Magnesiumverbindungen absorbiert und dem Wasser stattdessen Natrium beigesetzt. Ist der Vorrat von Natriumionen erschöpft, wird dieser durch eine Regeneration mit Kochsalz wieder aufgebaut. Was halten Sie von einem solchen System zur Wasserenthärtung? Schlusszeichen Natalie Milsom, Arboldswil

Antwort

Das Prinzip des Ionenaustauschs im Wasser, bei dem die Wasserhärtemineralien Kalzium und Magnesium durch Natrium ersetzt werden, ist weit verbreitet. Wir finden es in Kleinfiltern zur Kaffee- oder Teebereitung, in professionellen Espresso-Automaten bis hin zu Wasserversorgungen von Häusern und ganzen Blocks. Trotzdem bleibt der Einsatz von Kochsalz (Natriumchlorid) zur sogenannten Regeneration ein massiver Eingriff in die Wasserstruktur.

Es gibt im Wesentlichen zwei Argumente für die Enthärtung: Einerseits ist weiches Wasser waschaktiver, was jedoch auch mit einem Löffel Soda ins harte Wasser erreicht werden kann. Andererseits schmecken Kaffee und Tee mit weichem Wasser besser. Menschen, die viel Kaffee und Tee trinken, müssen daher abwägen: Bereite ich den Kaffee mit stillem Mineralwasser zu, oder kaufe ich eine teure Anlage, die massiv mit Kochsalz gefüttert werden muss. Zudem können die Anlagen verkeimen, sodass den Filtern meist Silbernitrat zugesetzt wird, das sich jedoch auch mit der Zeit erschöpft.

Grundsätzlich gibt es aus gesundheitlicher Sicht gegen hartes Wasser nichts einzuwenden. Wasser ist unser wichtigstes Nahrungsmittel. Es kommt im Körper vielfältigen Aufgaben als Transportmittel, Lösungsmittel oder Regulator der Körpertemperatur nach. Eingriffe in die Wasserstruktur sollten daher nur mit grösster Zurückhaltung und Sorgfalt vorgenommen werden. Der Ionenaustausch ist für mich im Bereich des Trinkwassers deshalb nicht ratsam

Heinz Knieriemen


Kommentare

  1. Von Uwewilhelm am Donnerstag, 02.09.2010 In unserem neu gebauten 2 Familienhaus haben wir eine Kombination aus Gasbrennwerttechnik und Solar.
    Die Solaranlge heizt das warme Wasser auf über 100 °C auf .Aus unserem sehr kalkhaltigen Wasser fällt der Kalk in Kristallen aus und macht große Probleme .
    Können Sie uns einen Rat geben oder gar ein Lösung empfehlen ?
    mfg
    Uwe Borchert

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